Literatur Kritiken
Buch Kritik: Devot von Cosette
Von Andre Friebel 4. Mai 2011, 22:52

Bereits 2005 begeisterte Cosette mit ihrem Debüt „Devot“, seit Dezember 2008 ist bereits die 4. Auflage auf dem Markt. Und dies zureckt. Cosette begeistert mit ihren Büchern. Ihre Romane „Sklavin in Gefahr“ und „Gift für die Sklavin“ gelten für Fans als Meisterwerke, ihre Kurzgeschichten, wie sie zum Beispiel aus „Unartig“ und „Handzahm“ bekannt sind, begeistern und reißen einen mit. Ihr Debüt steht den neusten Werken nichts nach.
In „Devot“ vereint Cosette Lyrik mit Geschichten, vereint harte SM-Geschichten mit Leidenschaft – Leidenschaft, die sich auch in ihren rohen, harten und dennoch wunderschönen Worten wiederspiegelt. Ein Schreibstil, der seit der ersten Minute fasziniert, und Geschichten, die voller lustvollem Leid, leidenschaftlichen Qualen und irgendwo zwischen Orgasmus und Hölle schweben, und über allem steht die Demut.
Cosettes erste Wortreise führt uns dahin, wo uns auch ihre Nachfolger hinführen sollen: Über die Welt und durch die Zeit. SM ist hier keine Neuerscheinung und kein Ländertrend, SM ist bei Cosette allgegenwärtig. Da wäre Caroline in einem englischen Kloster im Jahre 1665, die Japanerin Keiko, vergewaltigt in einer Sommernacht, die moderne Jasmin, die von ihrem Herr falsch behandelt wird, die Frau, die von einer SM-Maschine träumt, die Sklavin, die geprüft wird, und dann wäre da noch die erste Begegnung mit der Französin Topaz, die von Piraten entführt wird und uns in „Demütig“ im Hundeharem von Sheik Al Jassin wiederbegegnet.
Aber was mir an „Devot“ am meisten gefällt, das sind die sechs wundervollen Gedichte, die uns leider bisher im keinen weiteren Cosette-Buch wiederbegegnet sind. Mit Worten, die unter die Haut gehen, werden hier Sklavengefühle eingefangen, mal als Innensicht, mal als Außensicht, und doch alle packend. Und eins begeistert mich am meisten: „der weber“.
Cosette ist bei „Devot“ eindeutig mein Weber, der mich gefesselt hat. „Devot“ ist nur der Auftakt einer Reihe von wundervollen SM-Büchern und einer großartigen Karriere.
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