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Sido, Brote, Fanta 4: kleine Hip-Hopologie im WDR
Von _teleschau, der mediendienst 10. Jun 2011, 15:09

Fanta 4, die Großväter des deutschen Sprechgesangs, begründeten 1992 die 'Generation HipHop'. © WDR / Lona Media
Wie war das damals, als der HipHop die Radios der Republik eroberte? 'So viel Auswahl gab's ja nicht', erinnert sich Sido. Deshalb kannte der Berliner damals auch die Texte von den Fantastischen Vier und Fettes Brot auswendig - auch wenn die Musik nicht seiner Vorstellung von HipHop entsprach. Für ihn war es 'ein Sprachrohr für die Unterschicht', sagt der Aggro-Berlin-Rapper. Als die selbst ernannten Mittelstandsrapper aus Stuttgart und Hamburg den Sprechgesang vor 20 Jahren nach Deutschland brachten, ging es ihnen jedoch darum, gute Laune zu verbreiten. 'Wir wollten Popstars sein', sagt Thomas D.

Unterschiede hin oder her: Alle drei Künstler prägten die 'Generation HipHop', der der WDR am 27. Juni, 22.45 Uhr, eine ausführliche Dokumentation widmet. Fanta 4 und Fettes Brot, zwei der sympathischen Protagonisten, haben sich als Bands der ersten Stunde gehalten, sich immer wieder neu erfunden. Und selbst Sido, Stimme der jungen Menschen aus sozialen Brennpunkten, ist ein wenig erwachsener geworden: 'Früher habe ich polarisiert, weil ich den 'Arschficksong' machte, heute polarisiere ich, weil ich solche Lieder nicht mehr mache ...'
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