TV Programm
Der Fluch der 2 Schwestern - So. 11.03 - ProSieben: 22.40 Uhr
Wieder mal die Schwiegermutter ...
Von Rupert Sommer 11. Mär 2012, 22:40

Krisenkonferenz am Badesteg: Anna (Emily Browning, rechts) und ihre Schwester Alex (Arielle Kebbel) besprechen die Strategie im Kampf gegen ihre mysteriöse Schwiegermutter. (C) All Rights Reserved © ProSieben / 2008 DreamWorks / LLC & Cold Spring Pictures
Manche Geschichten sind eben so beklemmend gut, dass sie einfach immer wieder erzählt werden müssen: 'Der Fluch der 2 Schwestern' (2009), das Horror-Debüt des filmenden Brüderpaars Charles und Thomas Guard, basiert nicht nur auf klassischen Kindermärchen, sondern auch auf einem Vorbild aus Fernost. Das dramatische Spiel mit den Schatten der Vergangenheit und dem unter Teenagern nicht gerade unüblichen Gefühl, Fremdkörper in der eigenen Familie zu sein, wurde bereits in dem südkoreanischen Film 'A Tale of Two Sisters' (2003) durchexerziert.

Die US-Fassung kann sich mit zwei unverbrauchten Jungstars - Arielle Kebbel und Emily Browning - nun bei ProSieben in der Free-TV-Premiere sehen lassen.
Das Spukhaus aus dem aktuellen US-Horrorthriller liegt da, wie frisch aus der Leinwand-Historie entsprungen. Direkt am nur bei Tageslicht idyllischen See. Und siehe da, tatsächlich hat sich in dem schmucken Familiensitz einst ein mysteriöser Todesfall ereignet. Die Mutter der titelgebenden beiden Schwestern kam hier bei einem nie restlos geklärten Brandunfall ums Leben. Vater Steven (David Strathairn) hat sich mit dem Schicksal jedoch rasch arrangiert.

Neu in die Rumpffamilie aufgenommen wurde die intrigante Rachel (Elizabeth Banks). Als ehemalige Krankenpflegerin der Verstorbenen blieb sie von der Familientragödie nicht ganz unberührt. Kein Wunder, dass die beiden Schwestern, Anna (Emily Browning) und Alex (Arielle Kebbel), dem Eindringling immer feindseliger gegenüberstehen. Schon bald entwickelt sich ihr Zusammenleben zu einem Albtraum.
Der Horrorthriller der beiden britischen Regiedebütanten Charles und Thomas Guard setzt weniger auf grelle Schockeffekte oder allzu viel Filmblut. Stattdessen lassen sie die Beteiligten in einem offen ausgetragenen Psycho-Mehrkampf aufeinandertreffen.

Inspiriert durch das klassische Märchenmotiv der bösen Schwiegermutter, fand der Film in dem südkoreanischen Thriller 'A Tale of Two Sisters' (2003) ein erklärtes Vorbild. Anders als so manche allzu platte Asien-Adaptionen klappte hier der Kulturtransfer perfekt. Der Film kann sich auf gute Darsteller und ein originelles Drehbuch verlassen, das bis zum Schluss Überraschungstrümpfe im Ärmel behält.
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