TV Programm
Zwischen Massengeschäft und Luxusware (Wirtschaftsfaktor Mode -) - Sa. 19.05 - vox: 22.00 Uhr
Das Geschäft mit Stoff und Zwirn
Von Teresa Groß 19. Mai 2012, 22:00
-Sa-19-05-vox-22-00-Uhr_3.jpg)
Die weltweit bekannteste und umsatzstärkste deutsche Modemarke adidas eröffnete kürzlich einen 'Neo'-Store in Hamburg. Die neue Linie soll preislich günstiger sein, um vor allem das junge Publikum anzusprechen. © vox / Sueddeutsche-TV
Zweimal im Jahr dreht sich in Berlin alles um die Mode. Beäugt von Presse und Society treffen sich bei der 'Berlin Fashion Week', die zuletzt im Januar stattfand, Modeschöpfer, Händler, Konsumenten und Schaulustige jedweder Couleur. Rein wirtschaftlich betrachtet ist die 'Fashion Week' das Schaulaufen einer mächtigen Industrie, in der es mindestens genauso sehr um Umsatz und Profit geht, wie um Kunst und Kreativität. Doch die Branche strauchelt - nicht nur im Luxussektor. Auch Billiglabels kämpfen um die Gunst des Kunden. Den 'Wirtschaftsfaktor Mode' analysiert vox nun in einer zweistündigen Dokumentation.
-Sa-19-05-vox-22-00-Uhr_image3.jpg)
Berlin wird heute beim Thema Mode in einem Atemzug mit London, Paris oder Mailand genannt. Eine Entwicklung, die auch den Druck auf die Branche erhöhte. Zwischen Marken- und Billiglabels, Designern und Einzelhändlern wird der Kampf um den Kunden und seine Kaufkraft entschieden. Kein einfacher Broterwerb, zumal Trends immer schnelllebiger werden und die Lust der Deutschen, für Mode viel Geld auszugeben, schrumpft.
-Sa-19-05-vox-22-00-Uhr_image4.jpg)
'Zwischen Massengeschäft und Luxusware', betitelt die große Samstags-Dokumentation von Süddeutsche Zeitung TV den zweistündigen Film, in dem Designer, Experten und Models über die Entwicklungen auf dem deutschen Markt sprechen. So wissen Modeschöpfer Michael Michalsky und das körperlich beeinträchtigte Männer-Model Mario Galla bestens über die Eigenarten der Branche Bescheid. Die Modemarkt-Forscherin Dr. Ulla Ertelt und der Fashion-Blogger Jürgen Müller beobachten derweil kritisch von außen. Dr. Kirsten Brodde, Autorin und Greenpeace-Aktivistin, hat sich auf die Nische Grüne Mode spezialisiert.
-Sa-19-05-vox-22-00-Uhr_image5.jpg)
Ein Trend, der die Berliner 'Fashion Week' in diesem Jahr beschäftigte wie kaum ein zweiter.
Am Beispiel zweier Modefirmen zeichnet die Doku exemplarisch nach, welchem extremen Wandel die Branche unterworfen war. Die Firma Escada stand in den 90-ern noch für High-End-Fashion, Luxus und große Namen. 2009 ging die Firma pleite, bevor Megha Mittal, Schwiegertochter eines indischen Großindustriellen, das Label wiederbelebte. Ob die Linie 'Escada Sport' beim Berliner Publikum gut ankommt?
Frischer Wind weht auch durch die umsatzstarke Sportbekleidungsfirma adidas, die jüngst mit einem neuen Ladenkonzept für Aufsehen sorgte.
Mit der neuen, günstigeren Linie 'Neo' soll H&M, Zara und Co. Konkurrenz gemacht werden. In Hamburg eröffnete adidas kürzlich den ersten 'Neo'-Store. Mit technischen Gimmicks wie einem Spiegel, der bei der Anprobe Fotos schießt und sogleich bei Facebook veröffentlicht, will adidas besonders das junge Publikum ansprechen. Bei der Eröffnung des Ladens hapert's allerdings noch mit der Technik.
Die Last mit steigenden Produktionskosten und sinkenden Umsätzen macht auch vor dem Billigsektor nicht Halt. KiK, Takko oder die die irische Kette Primark bieten Mode zu Kampfpreisen an und unterbieten sich dabei gegenseitig. Aber auf wessen Rücken entstehen diese Dumpingpreise?
© 2012 teleschau - der mediendienst

-Fr-08-06-ARTE-20-15-Uhr_1.jpg)

