TV Star Portrait
Jill Kussmacher - Jill, eine Lady zwischen Glamour und Grill
Jill Kussmacher bekommt eine eigene Dokureihe auf sixx (ab Dienstag, 15. Mai, 21.20 Uhr)
Von Frank Rauscher 26. Apr 2012, 09:00

Es geht um die Wurst: Am 15. Mai startet auf dem ProSiebenSat.1-Sender sixx die neue Dokureihe 'Jill Kussmacher: Glamour, Grill & Hollywood'. © sixx / Kaveh Kasravi
Jill klingt wie Chillen, aber Ausruhen steht derzeit so gar nicht auf der Agenda von Jill Kussmacher. Die ehrgeizige Blondine ist im Herbst 2010 von Berlin-Zehlendorf nach Kalifornien ausgewandert, um in der Traumfabrik ihr Glück zu suchen. Und es sieht schon ganz gut aus für das patente deutsche Mädel mit den Traummaßen. Zwar lässt das Hollywood-Engagement noch auf sich warten, aber da macht das It-Girl mit Erfahrungen als Model, Schauspielerin und Barbesitzerin eben erst in einem anderen Metier Karriere: Sie verkauft Grillwürstel.

Als 'Bratwurstprinzessin' mit 'Food Truck' und sexy Dirndl hat sich die 27-jährige Powerfrau längst einen Namen in Santa Monica und Venice Beach erarbeitet - eine Selfmade-Karriere, wie gemacht für eine Reality-Soap. Nachdem ProSieben schon öfter über die 'neue Daniela Katzenberger' berichtete, gibt's nun auf sixx das volle Programm: Die vorerst sechsteilige Dokureihe 'Jill Kussmacher: Glamour, Grill & Hollywood' (Untertitel: 'Es geht um die Wurst') begleitet Miss Kussmacher ab Dienstag, 15. Mai, 21.20 Uhr, Woche für Woche auf den Weg Richtung Roter Teppich.
teleschau: Guten Morgen, Jill!

8 Uhr Ortszeit in Los Angeles - sind Sie da überhaupt schon ansprechbar?
Jill Kussmacher: Aber sicher, alles super! Man muss auch in Kalifornien früh aufstehen, wenn man es zu etwas bringen will!
teleschau: Sie verhehlen erst gar nicht, dass Sie besonders ehrgeizig sind ...
Kussmacher: Nein, warum auch. Ich bin besonders ehrgeizig, aber auch extrem fleißig. Manchmal denke ich mir tatsächlich: 'Mein Gott, warum kann der Tag nicht 48 Stunden haben, statt nur 24?' Es gibt viel zu tun, und das ist okay so.
teleschau: Bevor es demnächst in der Dokureihe auf sixx alle sehen, verraten Sie uns doch: Wer ist Jill Kussmacher?

Kussmacher: Ich bin die neue Marke! Ein echtes It-Girl, kann man ruhig sagen. Wenn mich in Amerika jemand fragt, antworte ich, dass ich so was Ähnliches mache wie Kim Kardashian.
teleschau: Sie ist seit Jahren mit ihrer eigenen Dokureihe erfolgreich.
Kussmacher: Genau. Ich werde nun wie sie über mein Leben berichten: über das Private genauso wie über mein Business. Die deutschen Zuschauer und meine Freunde zu Hause sollen sehen, dass ich hier wirklich etwas tue für den Erfolg (lacht).
teleschau: Und schon schreiben die Zeitungen von der 'neuen Katzenberger'. Schlimm?
Kussmacher: Überhaupt nicht.

Ich habe Achtung vor dem, was sie geschafft hat. Ich würde Daniela gern mal persönlich kennenlernen, sie ist bestimmt eine patente Person. Aber optisch gibt es da schon Unterschiede, und auch in beruflicher Hinsicht ticke ich anders.
teleschau: Inwiefern?
Kussmacher: Ich mache wirklich alles selbst, habe meine Trademark eigenständig entwickelt und erledigte auch meinen Papierkram alleine. Ich bin eine echte Businesslady. Sie werden schon sehen!
teleschau: Aber Sie sind schon auch ein bisschen des schönen Wetters wegen nach Kalifornien gekommen?
Kussmacher: Klar.

Ich liebe das Wetter hier - wenn es mal schlecht ist, dann höchstens für zwei, drei Tage. Aktuell nieselt es (lacht) ... Aber in den letzten Wochen war es richtig heiß hier in Sherman Oaks, wo ich wohne. 20 Minuten fahre ich mit dem Auto, und schon liege ich im Bikini am Strand - 90 Minuten brauche ich ins nächste Skigebiet, in kaum vier Stunden sitze ich mitten in der Wüste in Las Vegas im Kasino. Ich liebe Kalifornien, weil man hier in jeder Hinsicht unendliche Möglichkeiten hat. Und klar spielt auch das Wetter eine große Rolle.
teleschau: Wie kamen Sie überhaupt auf die Idee, nach Kalifornien zu gehen?

Kussmacher: Ich war vor ein paar Jahren zum ersten Mal im Urlaub hier. Der Klassiker: eine einmonatige Rundfahrt von San Diego bis San Francisco, mit allem, was man sonst so sehen muss. Da sah ich auch zum ersten Mal einen Food Truck und kam direkt auf die Idee mit den Bratwürsten. Ich fand auf Anhieb alles dermaßen toll, dass ich mir gesagt habe: Hier will ich bleiben, hier will ich leben, hier will ich es schaffen. Und wenn ich mir einmal etwas in den Kopf gesetzt habe ...
teleschau: Dann ziehen Sie das durch! Glauben wir aufs Wort. Aber was wollen Sie eigentlich genau schaffen? Sie sagten mal, dass Sie '300 bis 500 Millionen verdienen' wollen ...

Da müssen Sie viele Bratwürste verkaufen.
Kussmacher: (lacht) Und einen Oscar will ich auch! Ich möchte ja nicht nur im Dirndl durch die schöne Gegend fahren und Bratwürste verkaufen, sondern auch Engagements als Model und Schauspielerin ergattern. Vielleicht lässt sich auch im Immobiliengeschäft etwas machen ...
teleschau: Und wie lässt sich alles an?
Kussmacher: Ich muss sagen, es ist richtig viel Arbeit, es ist hart - aber es läuft super. Die Kalifornier lieben meine Bratwürste. Und ich hoffe, sie lieben auch mich (lacht).

Obwohl ich zu den Stoßzeiten oft gar nicht mehr dabei bin - dafür habe ich jetzt Angestellte -, ist mein Food Truck schon eine richtige Kontaktbörse für mich geworden. Ich bin ja nicht blöd und weiß genau, wo ich mich mit meinen Würsteln hinstellen muss, dass auch mal Leute von Film und Fernsehen vorbeischauen. Und das klappt: Ich war schon bei verschiedenen Castings, demnächst besuche ich für drei Monate eine richtige Schauspielschule ...
teleschau: Gibt es ein Vorbild für Jill Kussmacher?
Kussmacher: Ganz klar: Iris Berben. Was für eine tolle Frau! Sie weiß, was sie will.
International gesehen kommen wir an Paris Hilton nicht vorbei - sie beeindruckt mich immer wieder, sie hat das geschafft, wovon ich noch träume. Kim Kardashian natürlich auch.
teleschau: Wie lange träumen Sie den It-Girl-Traum schon? Was wollten Sie als Mädchen werden?
Kussmacher: Ich glaube, ich wollte schon immer im Mittelpunkt stehen und ein berühmter Star werden - jedenfalls seit ich in der Grundschule bei 'Ali Baba und die vierzig Räuber' zum ersten Mal auf einer Bühne stand. Ich weiß, es klingt komisch, aber wenn sich nicht alles um mich dreht, fühle ich mich nicht wohl - das war schon immer so, Wahnsinn (lacht)! Und klar, ich will mir auch schöne Dinge leisten können: tolle Klamotten, irgendwann das Traumhaus mit Weitblick. Aber auf keinen Fall ist es nur das Materielle, das mich antreibt, denn mir ging es schon immer ganz gut, es mangelte an nichts.
teleschau: Wie reagieren die Amerikaner auf Sie?
Kussmacher: Unglaublich positiv. Ich scheine mit meinem ganzen Paket - deutsche Bratwürste, blondes Mädchen, Dirndl-Dekolletee, sexy Akzent, Food Truck - genau hierhin zu passen.
teleschau: Natürlich gar kein Klischee ...
Kussmacher: (lacht) Nee, gar nicht! Aber keine Angst vor Klischees - das ist Teil des Konzepts. Die Kalifornier lieben so was. Ich lerne so unheimlich viele Leute kennen. Vor allem Männer, natürlich werde ich ständig angeflirtet ...
teleschau: Schlimm?
Kussmacher: Nee. Gut für den Umsatz! Natürlich bleibt es in der Regel immer nur bei Sprüchen, man weiß ja wie die kalifornischen Männer sind ...
teleschau: Wie denn?
Kussmacher: Oberflächlich. Die geben dir ihre Karte, versprechen dir irgendwelche Dinge, sagen, dass du dich bei ihnen melden sollst oder dass sie mit dir da und da hingehen werden - und meistens ist dann überhaupt nichts dahinter. Jedenfalls nicht mehr, als dass sie dich ins Bett kriegen wollen.
teleschau: Wie weit würden Sie für die Karriere gehen?
Kussmacher: Weit. Sehr weit. Aber ich würde mit niemandem für die Karriere ins Bett gehen.
teleschau: Was in Hollywood aber nicht so außergewöhnlich sein soll ...
Kussmacher: Ich weiß. Aber Sex für die Karriere ist bei mir nicht drin. Das Problem ist eben auch: Wenn du da einmal eine falsche Entscheidung triffst, kriegst du den Sexsternchen-Stempel nicht mehr los. Ich komme aus gutem Hause, das habe ich mit meinem Background nicht nötig.
teleschau: Gab es schon schlüpfrige Angebote?
Kussmacher: Massig. Sie glauben nicht, wie viele angebliche Hollywoodproduzenten man als blondes Mädel mit großer Oberweite beim Ausgehen hier so alles trifft. Und 90 von 100 reden Bullshit. Aber die durchschaue ich schnell - notfalls google ich den Namen einfach (lacht). Mein Tipp an alle, die etwas Ähnliches versuchen wollen wie ich: Nicht jedem glauben und jedem Kärtchen Vertrauen schenken, sondern immer skeptisch bleiben!
teleschau: Aber es gibt auch Gute?
Kussmacher: Ja. Ein Filmemacher hat mich schon mal mit auf eine private Party zu Rapper Dr. Dre mitgenommen. Schon toll: Da klingelst du an der Tür, und Dre macht auf ... Da waren alle da: Snoop, Eddie Murphy, bei dem ich auch schon mal zu Hause eingeladen war ... Alle supernett. Wow!
teleschau: Sie sind Single. Was müsste ein Typ haben, um bei Ihnen zu landen? Haben die kalifornischen Surferjungs eine Chance?
Kussmacher: Bei mir? Gar nicht! Ich stehe nicht auf Schönlinge, sondern entweder auf richtige Businessmänner oder auf Kerle, die einfach eine nette, sympathische Art haben ...
teleschau: Geht's konkreter?
Kussmacher: Das Aussehen ist absolut zweitrangig, wenn einer Humor, Grips und das gewisse Etwas hat. Ich suche einen von diesen seltenen Männern, die mit der Zeit einer Beziehung immer hübscher werden, wenn Sie verstehen. Fraglich, ob ich so einen in Kalifornien finde. Aber wenn er mir in Berlin, in Spanien, in New York oder sonstwo über den Weg läuft, dann versuche ich auf jeden Fall, ihn zu überreden, mit mir nach Los Angeles zu ziehen. Denn ich habe mich vielleicht noch nicht in die kalifornischen Männer verliebt, aber auf jeden Fall schon lange in das Land!
teleschau: Wie findet das die Familie zu Hause?
Kussmacher: Oh. Schwieriges Thema. Die waren super-traurig. Ich auch - ich war über ein Jahr nicht mehr in Deutschland, dabei bin ich ein richtiger Familienmensch. Wir kommunizieren täglich über Telefon und Internet, aber klar: Ab und zu habe ich richtig Heimweh, Momente, in denen es mir nicht gut geht und ich mich hier sehr alleine fühle. Dann hätte ich gerne richtige Freunde - aber die sind schwer zu finden in Kalifornien.
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27. Apr 2012, 12:42
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