Star Nachrichten
Mehr schlecht als Precht
Von Barbara Keil 10. Mai 2012, 17:48

Lässt kein gutes Haar an seinem Nachfolger: TV-Philosoph Peter Sloterdijk. © ZDF / Juergen Detmers
Nach zehn Jahren hat es sich im ZDF in Kürze ausphilosophiert. Zumindest unter der Moderation von Peter Sloterdijk. Jetzt machte der Gastgeber des 'Philosophischen Quartetts' gegenüber der 'Zeit' seinem Ärger über die Absetzung Luft. An seinem designierten Nachfolger Richard David Precht, der ab Herbst eine eigene Sendung bekommen soll, lässt der 65-Jährige kein gutes Haar: 'Precht ist vom Handwerk her Journalist und als solcher Popularisator von Beruf', erklärt der Professor für Philosophie und Ästhetik.
Dass bei dem 47-jährigen Bestsellerautoren mehr junge Zuschauer einschalten werden, glaubt er nicht - im Gegenteil: 'Seine Klientel gleicht eher der von André Rieu, den hören auch vor allem Damen über 50 in spätidealistischer Stimmung.' Sloterdijks Zorn richtet sich auch gegen die Senderverantwortlichen: Dass seine Sendung abgesetzt werde, habe er erst am Vorabend der vorletzten Ausgabe erfahren: 'Das war ganz einfach stillos.' Am Sonntag, 13. Mai, um 0.10 Uhr, läuft die letzte Sendung des 'Philosophischen Quartetts' mit Martin Walser als Gast. Thema ist passenderweise 'Die Kunst des Aufhörens'.
© 2012 teleschau - der mediendienstMehr über Peter Sloterdijk
Hier finden Sie Artikel und Bilder zu Peter Sloterdijk







