Kino Reportagen
Interview: Vincenzo Natali
Von Oliver 15. Jun 2012, 17:06
Vincenzo Natali feierte seinen Durchbruch mit dem Film "Cube", weitere Filme von ihm sind Cypher (2002), Nothing (2003) und der neueste "Splice - Das Genexperiment". Als Storyboard Artist wirkte Vincenzo Natali bei Vernetzt - Johnny Mnemonic (1995) und Ginger Snap - Das Biest in Dir mit.
Wie der Regisseur Vincenzo Natali mitteilt, sollte das Projekt "Splice - Das Genexperiment" eigentlich schon in den 1990er Jahren "direkt nach Cube" erscheinen. Er habe "wie verrückt ein ganzes Jahr daran gearbeitet, am Design, am Storyboard, aber in der letzten war dem Produzenten das Projekt zu teuer", sagt er.
Man sollte meinen, es habe den Regisseur um "Splice - Das Genexperiment" Vincenzo Natali mitgenommen, dass der Film nicht damals schon gedreht wurde, aber anscheinend sieht Vincenzo Natali das Positive im Ganzen: "SPLICE war irgendwie dazu bestimmt, in der heutigen Zeit gedreht zu werden. Wäre der Film vor zehn Jahren entstanden, wäre die Technik längst nicht so weit gewesen und ich noch nicht in der Lage, als Regisseur mit dem Thema adäquat umzugehen. Und, was am allerwichtigsten ist: Die Forschung wäre nicht so weit gewesen. Die Konzepte in unserem Drehbuch waren eher Science Fiction als Fakt. Aber die Genforschung hat sich immens weiterentwickelt und hat meine Geschichte inzwischen aufgeholt. Das Thema Genmanipulation ist aktueller als je zuvor."
Weiterhin sagt der Regisseur Vincenzo Natali, dass er vom "Monster, das in jedem von uns ruht" fasziniert ist. "In gewisser Weise ist dieses Monster viel angsteinflößender als alles, was man sich in einem Horrorfilm vorstellen kann." In Bezug zum Monster in uns und Splice weiß der Co-Autor und Regisseur Vincenzo Natali folgendes dazu zu erzählen: "In SPLICE werden diejenigen, die diese Kreatur erschaffen haben, am Ende beängstigender als die Kreatur selbst. Das wird dadurch verstärkt, dass sie nette, anständige und bescheidene Leute zu sein scheinen. Deshalb habe ich Adrien Brody und Sarah Polley ausgewählt: Man mag sie irgendwie, egal was sie tun."
Dren aus "Splice - das Genexperiment" ist "eine Mischung aus Mensch, digitalen Effekten und Prothetik." Der Regisseur Vincenzo Natali hat sich für subtile Eingriffe entschieden und versucht nicht zu übertreiben.Im Gegensatz zu "Cube" (Budget von 300.000 US-Dollar) verschlang "Splice - Das Genexperiment" 27 Millionen US-Dollar, allerdings sieht der Regisseur Vincenzo Natali in seinem Stil zu Arbeiten keine Veränderung, da "Splice 100mal so groß und so anstrengend war." Als man den Film begonnen hat "wussten wir ehrlich gesagt noch nicht, wie wir ihn mit den vorhandenen Mitteln zu Ende bringen sollten" teilt Vincenzo Natali mit. Ergänzt mit folgenden Worten: "Ich sollte das nicht sagen, aber Einschränkungen zwingen mich, kreativ zu sein und das verbessert die Geschichte. Die ganzen technischen Rückschläge sind unwichtig im Gegensatz zu dem, was letzten Endes auf dem Bildschirm erscheint. Es sind die Geschichte und die Charaktere, die wichtig sind. Das entscheidet, ob der Film ein Publikum findet."Seit dem 3. Dezember 2010 gibt es den Film "Splice - Das Genexperiment" auf DVD und Blu-Ray. Das originale Interview stellte Universum Film zur Verfügung.
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- Splice - Das Genexperiment (Science Fiction)
- DVD Kritik: Splice - Das Genexperiment (Science Fiction)


