Literatur Reportagen
Short & Sweet: Christopher Kloeble
Von Oliver 30. Jun 2012, 05:19

(c) dtv / Heike Bogenberger; Auf dem Bild: Christopher Kloeble
Der Autor Christopher Kloeble stand freundlicherweise für ein "Short & Sweet"-Interview zur Verfügung und sprach über seine Heimatstadt, literarisches Interesse, Freizeit und vielen mehr. Viel Spaß beim Lesen!
Was sind die drei wichtigsten Punkte in Sachen Pro / Kontra - jeweils 3 - wenn es um Deinen Heimatort geht?
1) In Königsdorf geht man in Tracht zur Sonntagsmesse. Und danach in die Wirtschaft zum Frühschoppen.
2) Mein Kindergarten wurde von Ordensschwestern geleitet und bei Wahlen begrüßte einen immer ein Vertreter der CSU vor dem Wahllokal.
3) Man spricht dort bayrisch. D.h., wenn dich jemand "Preis" nennt, steht das für Preuße und bedeutet: Du bist nicht von hier.
Welche drei Bücher haben Dein literarisches Interesse geweckt?
Stark - Stephen King
Die unendliche Geschichte - Michael Ende
Die Verwirrungen des Zöglings Törleß - Robert Musil
In Deiner Freizeit beschäftigst Du Dich mit?
Ich tue genau dasselbe, was ich tue, wenn ich arbeite: Ich schreibe, ich reise, ich lese, ich sehe Filme und treffe Menschen.
Welcher klassischer Komponist teilt Deinen Sinn für Dramatik?
Händel.
Wenn Du in die Haut einer Frau schlüpfen könntest, für wen würdest Du Dich entscheiden?
Ich kann mich nicht entscheiden!
Was ist Deine schlechteste Angewohnheit?
Das werde ich sicherlich nicht in einem Interview verraten.
Welches Style-Verbrechen ist nicht totzukriegen?
Welche Style-Verbrechen sind denn totzukriegen? Sie kehren doch ständig alle zurück!
Wird die Einflussnahme eines Künstlers von dem Künstler und von der Außenwelt eher unter- oder eher überschätzt und wieso?
Fitzgerald hat das einmal sehr schön ausgedrückt: Man sollte sich bewusst sein, dass alles hoffnungslos ist, und es trotzdem versuchen.
Bitte erzähle unseren Lesern etwas über das aktuelle Buch.
Es ist die Geschichte von Albert, eines jungen Mannes, der immer ein Vater für seinen Vater Fred sein musste. Als sich herausstellt, dass Fred nur noch wenige Monate zu leben hat, machen sie sich auf die Suche nach Alberts Mutter, die er nie kennengelernt hat.
Für mich ist es aber auch eine Geschichte über Liebe. Die Liebe zwischen Vater und Sohn. Die verbotene Liebe von Geschwistern. Unerwiderte Liebe. Gefährliche Liebe. Freundschaftliche Liebe. Mutterliebe.
Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?
Ich werde die Hälfte des Jahres (vorzugsweise im Winter!) in Indien leben, wo meine Frau aufgewachsen ist. Schreiben kann ich ja überall. Und das werde ich. Zum Beispiel an meinem neuen Roman und an der Filmadaption von "Meistens alles sehr schnell".










