Literatur Kritiken
Buchkritik: Zeit der Hoffnung von Nora Roberts
Von Karsten Kloß 2. Aug 2012, 20:08

RomanErscheinungsjahr: 2012Übersetzung: Pée, Margarethe vanAbmessungen: 187 mm x 118 mmVon Roberts, Nora / Übersetzt v. Pée, Margarethe van ...mehr
Mit „Zeit der Hoffnung" startet nun der zweite Band der „Zeit"-Trilogie von Nora Roberts. Der Band knüpft nahtlos an die Geschehnisse des ersten Bandes an, rekapituliert allerdings alles Wichtige aus dem ersten Buch „Zeit der Hoffnung". Dies ist etwas lästig, wenn man die Bücher schnell hintereinander liest, ansonsten aber sehr hilfreich, so dass es auch durchaus einzeln zu lesen wäre, aber die Geschichte hier erneut kein abschließendes Ende hat. Kurz zur Rahmenhandlung: Drei Frauen, die sich zunächst nicht kannten, wurden auf eine Suche nach drei Schlüsseln geschickt, die sich in finanzieller Hinsicht für jede von ihnen lohnte. Während der Suche erfahren sie von der Geschichte der drei Glastöchter. Diese lebten als Töchter eines Gottes und einer Sterblichen im Land „jenseits des Vorhangs der Träume". Durch einen bösen Zauberer wurden ihre Seelen gefangen, und nur drei sterbliche Frauen können die Schlüsssel finden und die Seelen befreien. Dies trifft nun zu auf die drei mittlerweile besten Freundinnen Malory, Dana und Zoe. Im ersten Band musste sich Malory auf die Suche nach ihrem Schlüssel begeben, und hat diesen sowie ihre große Liebe Flynn gefunden. In diesem Band nun ist Dana an der Reihe. Sie muss kryptischen Hinweisen folgen, wobei der böse Widersacher zunehmend aggressiver versucht, die Suche zu verhindern. Dana muss sich lange mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, vor allem mit der Tatsache, dass der Mann, der ihr einst das Herz gebrochen hat, nun wieder in ihrem Leben eine wichtige Rolle spielt. Auch dieser Teil der Geschichte ist wiederum recht weit vorhersehbar, jedoch hat er mich diesmal wesentlich mehr gefangen als der erste. Die Figuren werden interessanter beschrieben, und die Spannung nimmt deutlich zu. Erneut überwiegt fast das Romantische gegenüber der eigentlichen Suche, aber am Ende müssen sich die Hauptpersonen erst einige Erkenntnisse über sich selbst eingestehen, bevor sie den Schlüssel finden können. Die Rahmenhandlung gefiel mir besser, weil das Setting bereits gemacht war. Es sind nicht ganz plötzlich drei Frauen beste Freunde, sondern durch das bereits zusammen Erlebte wachsen sie immer weiter zusammen, so dass manche Dinge einfach logischer erscheinen- dennoch muss man sich natürlich auf ein klein wenig Magie oder zumindest den Glauben an eine „Anderswelt" einstellen. Also, mir hat es gefallen. Ist nicht die anspruchsvollste Literatur, aber sie macht Spaß und hinterlässt einem ein gutes Gefühl. Und ich will wirklich wissen, wie es weiter geht- oder besser: wie es zum Happy End kommen wird, das sicherlich garantiert ist....
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