Literatur Kritiken


Comic Kritik: Der Mann, der keine Feuerwaffen mochte – Band 1: Blaue Bohnensuppe von Lupano, Salomone und Pieri

Von Karsten Kloß 2. Aug 2012, 21:10

Willkommen in Amerika im Jahre 1899. Wir befinden uns in Arizona und folgen den Abenteuern von Byron Peck. Dieser ist zusammen mit seinem Begleiter Knut Hoggaard, einem Dänen der nur undefinierbare Grunzlaute von sich gibt, auf dem Weg zu einem Unterschlupf einer mexikanischen Gangsterbande. Doch wie ist es dazu gekommen, dass ein angesehner Anwalt aus Los Angeles nun auf der Reise durch die Wüste ist? Zusätzlich dazu lernt man noch den jungen Gepäckträger Tim Bishop kennen. Dieser hat beim Beladen eines Zuges seine große Liebe gesehen. Gesehen, mehr aber auch nicht und trotzdem glaubt er, dass diese junge Frau ihn heiraten wird. Leider weiß Tim nicht, dass es sich bei seiner Angebeteten um Margot de Garine handelt, die nicht davor zurückschreckt über Leichen zu gehen und auf der Flucht ist vor Peck und Hoggaard. Ein Wettlauf zum Unterschlupf der Mexikaner beginnt, denn nicht nur Peck und Hoggaard wollen dorthin, sondern auch Margot und der junge Tim. Der Showdown um das Geheimnis der Mexikaner kann beginnen…

Mit „Der Mann, der keine Feuerwaffen mochte" starten Autor Wilfrid Lupano und Zeichner Paul Salomone eine wirklich witzige Westernserie, der es aber auch nicht an Ernsthaftigkeit und Brutalität mangelt. Eigentlich ist es so wie ein guter Sergio Leone Western nur noch mit einer Prise Humor. Bekannt geworden ist der Autor hier in Deutschland vor allem durch seine Geschichte „Alim der Gerber", die ebenfalls im Splitter Verlag erschienen ist. Von Zeichner Salomone sieht man mit „Der Mann, der keine Feuerwaffen mochte" die erste Arbeit, die ihm wirklich gut gelungen ist. Leider hat man in diesem Band noch nicht wirklich herausgefunden, warum Byron Peck keine Feuerwaffen mag. Seine Abneigung wird zwar einmal kurz erwähnt, dabei bleibt es aber auch.

Mit „Blaue Bohnesuppe" ist den Machern der Serie ein wirklich guter Einstiegsband gelungen, der Hunger auf mehr macht. Zuerst plätschert die Handlung zwar ein wenig dahin, aber nach den ersten paar Seiten kann man den Band einfach nicht mehr aus der Hand legen. Natürlich werden wir Leser gerade nur mit den nötigsten Informationen gefüttert, so dass man es gar nicht erwarten kann, bis der zweite Band erscheint. Vor allem der Showdown am Ende war Leinwandverdächtig und zeigt, dass sich Comics in der heutigen Zeit als Medium nicht mehr zu verstecken brauchen.

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Der Mann, der keine Feuerwaffen mochte 01. Blaue Bohnensuppe

Buch Information

Autor: Wilfrid Lupano
Erscheinungsdatum: 2012-08-02
Verlag: Splitter
Unverbindliche Preisempfehlung: EUR 13,80

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