Literatur Kritiken


Comic Kritik: Reconquista - Band 1: Die Horde der Lebenden von Miville-Deschénes und Runberg

Von Karsten Kloß 6. Sep 2012, 16:36

Die drei Nomadenvölker der Kallipiden, der Sarmaten und der Kimmerier leben nun schon viele Jahre in einer Einheit im Skythen-Bund in Frieden zusammen. Nun werden die drei Herrscher der Skythen-Stämme vom jungen und ehrgeizigen Hattuschili, dem Herrscher der Hethiter herausgefordert. Dieser greift nach und nach unterschiedliche Regionen der Skythen an, so dass diese dazu gezwungen werden die Horde der Unsterblichen zusammenzustellen und gegen ihn in die Schlacht zu ziehen. Die junge Schreiberin Thusia aus Babylon soll die Chronik über die Horde verfassen und darf sie daher bei ihren Vorbereitungen, sowie auch beim späteren Kampfgeschehen begleiten. Diese Begleitung umfasst auch die unterschiedlichen Rituale der einzelnen König wie z.B. die rituellen Opfergaben, oder auch die Vorraussagen der letzten Atlanter, die sich im Dienste von Kymris, dem König der Kimmerier befinden. Noch können die drei Völker jeden Angriff zurückschlagen, doch es scheint, als hätten sie einen Verräter in den eigenen Reihen, welcher den Krieg gegen die Hethiter verkürzen möchte...

Das Autorengespann Sylvain Runberg und François Miville-Deschénes versetzen ihre Leser in eine längst vergangene und vergessene Zeit zurück. Mit "Reconquista" öffnen sie ein Kapitel zu einer längst vergangenen Epoche, in der sich drei große Nomadenstämme aus politischen Beweggründen zusammengeschlossen haben. Diese werden nun herausgefordert und müssen sich erneut für den Krieg vorbereiten, was den einen mehr, den anderen weniger freut. Dazu führen uns die Autoren in die Welt längst vergessener Götter, welche den Kampf der Skythen bewachen sollen, so dass diese Siegreich aus der Schlacht hervortreten. Natürlich darf aber auch die Prise an Fantasy und Mystik nicht fehlen, die in diesem Band ausgedrückt wird durch die Weisen aus Atlantis, die dem Untergang ihres Landes noch so gerade eben entfliehen konnten.

Mir persönlich hat der erste Band von "Reconquista" sehr gut gefallen, auch wenn ich nach einer kurzen Pause beim Lesen des Bandes den Anfang erneut lesen musste. Es passiert auf den ersten Seiten recht viel und es werden viele Figuren eingeführt, die man nur schwer auseinander halten kann. Das ist auch einer der wenigen Kritikpunkte an der Geschichte die ich habe. Obwohl die Zeichnungen wirklich schön sind und auch die Detailverliebtheit von Miville-Deschénes wirklich außergewöhnlich ist, hatte ich an einigen Stellen doch Probleme die einzelnen Figuren zu unterscheiden, da sie sich doch recht ähneln. Dieses ist wahrscheinlich absichtlich so gestaltet, um die Austauschbarkeit der Krieger darzustellen. Der Band hat mich trotzdem sehr begeistert, so dass ich es gar nicht erwarten kann, wie die Geschichte fortgeführt wird. Vor allem der zweite Cliffhanger am Ende des Bandes, lässt auf Großes hoffen.

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Reconquista 01. Die Horde der Lebenden

Buch Information

Autor: Sylvain Runberg
Erscheinungsdatum: 2012-09-06
Verlag: Splitter
Unverbindliche Preisempfehlung: EUR 13,80

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