Musik Kritiken


CD Kritik: Arminius: Furor Teutonicus von Rebellion

Von Michael Kühnemann 1. Okt 2012, 16:38

Totgesagte leben länger. Dieses alte Sprichwort passt dieser Tage wohl besonders gut zur deutschen Power Metal Institution Rebellion. Ende 2010 verließen mit Uwe Lulis, Simone Wenzel und Gerd Lücking gleich drei Mitglieder die Band, welche daraufhin praktisch am Ende war. Viele Fanmails später rauften sich die zwei verbliebenen Mitglieder Michael Seifert (Gesang) und Tomi Göttlich (Bass) nochmal zusammen und suchten sich mit Oliver Geibig, Stephan Karut (beide Gitarre) und Matthias Karlich (Drums) neue Mitstreiter. Am 26.10.2012 ist es dann auch soweit, mit „Arminius: Furor Teutonicus“ erscheint das insgesamt sechste Album des neu aufgestellten Quintetts.

Geschichte wurde bei Rebellion schon immer groß geschrieben und nachdem man in der Vergangenheit den geneigten Hörer bereits mit MacBeth und den Wikingern hervorragend unterhalten hat, wendet man sich auf dem neuen Album der einheimischen Geschichte zu. „Arminius: Furor Teutonicus“ handelt inhaltlich von eben jenem germanischen Feldherren, der die Römer vor knapp 2000 Jahren in der Varusschlacht vernichtend besiegte und hierzulande den meisten als „Hermann der Cherusker“ bekannt sein dürfte.

Musikalisch umgesetzt wird dieses Thema im typischen Rebellion Stil. Typisch teutonischer Metal, der nie die großen und hymnischen Melodien vermissen lässt, lassen Songs wie „Rest in Peace“, das geniale „Ala Germanica“ oder das mit einem Wahnsinns Refrain ausgestattete „Breeding Hate“ zu absoluten Killern avancieren. Dabei gehen Rebellion diesmal eindeutig rockiger zu Werke als bei den letzten Veröffentlichungen. Man merkt den Einfluss der neuen Musiker durchaus beim ersten Hördurchlauf. Ein absolutes Highlight ihrer Karriere hauen die Jungs dann mit „Ghost of Freedom“ raus. Der Song verbindet wohl am besten die rockigen Elemente mit den klassischen Strukturen des Heavy Metal und gipfelt in einem Refrain, der einem den Schädel abschraubt. Über all diesem thront die Stimme von Sänger Michael Seifert, der zurecht als einer der besten Metalsänger überhaupt betitelt werden kann und der für jeden Bereich der 12 Songs die richtige Stimmlage auf Lager hat. Spätestens bei der abschließenden Pianoballade „Requiem“, die durchaus für sich selbst steht und nicht als Teil der Geschichte angesehen werden muss, werdet ihr wissen, was ich meine. Hier ist Gänsehaut garantiert.

Produziert wurde das Album von Gitarrist Oliver Geibig und Tomi Göttlich höchstselbst. Sie verpassten dem neuen Silberling ihrer Band einen hervorragenden und druckvollen Sound, der keine Wüschen offen lässt.

Rebellion sind zum Glück wieder da und ein besseres „Comeback“ hätten sie wohl kaum abliefern können. Der neue, rockigere Sound in Verbindung mit klassischem Heavy Metal steht der Band verdammt gut zu Gesicht und man kann nur hoffen, dass es von den fünf Hessen noch einiges zu hören gibt. Daher kann das Fazit nur eins sein: Höchstpunktzahl!!!

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Rebellion: Arminius: Furor Teutonicus

CD Information

Künstler: Rebellion
Erscheinungsdatum: 2012-10-26
Label: Massacre (Soulfood)
Laufzeit: min

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