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Jimi Hendrix: Noch mehr Infos zu 'People, Hell And Angels' online

Von Oliver 20. Feb 2013, 18:28

Ein neues Jimi Hendrix Album soll im nächsten Jahr erscheinen und Material beinhalten, welches zuvor noch niemals veröffentlicht worden ist. Der Longplayer hört auf den Namen „People, Hell And Angels“ und wurde in den Jahren 1968 und 1969 aufgenommen.

Die Songs sollten ursprünglich auf dem „Electric Ladyland“-Nachfolger namens „First Days Of The New Rising Sun“ erscheinen. In den USA wird die Platte am 5. März 2013 veröffentlicht. Die Songs zeigen Jimi Hendrix, wie er mit Bläsern, Keyboards, Percussion und einer zweiten Gitarre experimentiert.

Jimi Hendrix "People, Hell & Angels" Tracklisting:

01. Earth Blues
02. Somewhere
03. Hear My Train A Comin
04. Bleeding Heart
05. Baby Let Me Move You
06. Izabella
07. Easy Blues
08. Crash Landing
09. Inside Out
10. Hey Gypsy Boy
11. Mojo Man
12. Villanova Junction Blues

Update vom 20.02.2013

Auch wenn wir die Tracklist schon online haben, ergänzen wir um eine spezielle Tracklist, die zusätzlich noch Information zu den einzelnen Tracks enthält. Zudem wird die Scheibe in Deutschland am 1. März 2013 erscheinen und oben gibt es nun auch das Cover zu sehen.

Earth Blues:
Eine komplette Neueinspielung des auf dem „Rainbow Bridge“-Album (1971) veröffentlichten Songs. Der Titel wird hier als puristischer Funk interpretiert und unterscheidet sich deutlich von der bislang erhältlichen Version. Mit Hendrix, Billy Cox und Buddy Miles.

Somewhere:
Aufgenommen im März 1968 und erst kürzlich in den Archiven entdeckt. Mit Buddy Miles am Schlagzeug und Stephen Stills am Bass. So hat der Fan „Somewhere“ garantiert noch nie gehört!

Hear My Train A Comin':
Dieser Titel stammt aus der allerersten Aufnahmesession mit Billy Cox und Buddy Miles. Die beiden Musiker bildeten auf dem Album „Band Of Gypsys“ die Rhythmussektion und teilten Jimis Sehnsucht nach einer „neuen Art von Blues“. Hendrix‘ Gitarre drängt mit fast bedrohlicher Präsenz ins Zentrum des Songs.

Bleeding Heart:
Diese Komposition von Elmore James war immer einer von Jimis Favoriten. Der Song stand beim Gig in der „Royal Albert Hall“ auf der Setlist und wird hier während der New Yorker „Hear My Train A Coming“-Session vom Mai 1969 auf seine Studiotauglichkeit erprobt. Vor den Aufnahmen bat Hendrix Cox und Miles darum, den Track rhythmisch umzustrukturieren, um anschließend selbst eine atemberaubende Gitarren-Performance beizusteuern.

Let Me Move You:
Im März 1969 bat Jimi den Saxofonisten Lonnie Youngblood, ihn bei den Aufnahmen zu „Let Me Move You“ zu unterstützen. 1966 hatte Hendrix als unbekannter Studiomusiker die Rhythmusgitarre für Youngbloods Single „Soul Food“ eingespielt, die beiden kannten sich aus den Tagen, bevor Jimis Stern als Superstar aufgegangen war. Mit ihren grandiosen „Licks“ verwandeln die alten Freunde „Let Me Move You“ in einen Rockklassiker von atemberaubender Geschwindigkeit.

Izabella:
Im August 1969 versammelte Jimi sein neues Ensemble „Gypsy Sun & Rainbows“ in der Hit „Factory“ in NYC. Wie immer saß Eddie Kramer am Mischpult, als die Studioversion von „Izabella“ eingespielt wurde. Es war einer der Songs, die Jimi beim Woodstoock Festivals erstmals live präsentiert hatte - nun wollte er die ultimative Version des Tracks aufnehmen. Wer die „Band Of Gypsys“-Version im Ohr hat, die 1970 bei Reprise als Single erschien, wird überrascht sein – diese Einspielung unterscheidet sich grundlegend von dem Track, der auf "People, Hell & Angels" zu hören ist. Als Rhythmusgitarrist kommt Larry Lee, ein Kumpel aus Jimis alten R&B-Zeiten, zum Einsatz.

Easy Blues:
Eine gekürzte Fassung dieses sensationellen Instrumentals erschien auf der Wiederveröffentlichung des Albums „Nine To The Universe“. Auf "People, Hell & Angels" hat der Song fast die doppelte Spieldauer und dokumentiert das Zusammenspiel zwischen Jimi, dem zweiten Gitarristen Larry Lee, Billy Cox und Drummer Mitch Mitchell.

Crash Landing:
Dieser Song kommt eingefleischten Hendrix-Anhängern vielleicht bekannt vor. Er war der namensgebende Titel eines Albums, das 1975 erschien und auf dem Jimis Songs posthum von Studiomusikern mit Overdubs versehen wurden. Die Originalaufnahme war aber bislang nie zu hören. Hendrix, der mit „Crash Landing“ eine kaum verhohlene Warnung an seine Freundin Devon Wilson ausspricht, spielte den Song mit Billy Cox und Drummer Rocky Isaac von den Cherry People ein.

Inside Out:
Jimis Song „Ezy Ryder“ hat seinen rhythmischen Ursprung in dieser Version von „Inside Out“. Hendrix, der an Bass und Gitarre zu hören ist, wird von Mitch Mitchell begleitet. Für das Solo verwendete Jimi den Verstärker einer Leslie-Orgel.

Hey Gypsy Boy:
Eine von Jimis größten Kompositionen, „Hey Baby (New Rising Sun)”, wurzelt musikalisch in dieser Aufnahme aus dem März 1969. Anders als auf dem kontroversen, posthum erschienen Album „Midnight Lightning”(1975) sitzt hier Buddy Miles am Schlagzeug.

Mojo Man:
Auf diesem Track sind die Sänger Albert und Arthur Allen, besser bekannt als die Ghetto Fighters, zu hören. Den Song „Mojo Man“ hatten die Allens in den Fame Studios in Alabama eingesungen und die Bänder von dort in Jimis „Electric Lady Studios“ gebracht, damit Hendrix ihnen dort den letzten Schliff verpasste. Dank Jimis Gitarrenspiel wird „Mojo Man“ zu rockigem R&B aus einer anderen Dimension.

Villanova Junction Blues:
Jimi, Billy Cox und Buddy Miles nahmen im Mai 1969 diese Studioversion auf, lange bevor der Song beim „Woodstock“-Festival dem Publikum vorgestellt wurde. Er stammt aus derselben Session wie „Hear My Train A Comin'” und „Bleeding Heart”. Auch wenn die Aufnahmen nie komplett fertiggestellt wurden, ist er doch ein Beispiel dafür, welche Fülle an neuen Ideen Hendrix mit seinem neuen Sound verwirklichen wollte.

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Jimi Hendrix: People,Hell & Angels

Artikel Information

Künstler: Jimi Hendrix
Erscheinungsdatum: 2013-03-01
Label: Col (Sony Music)
Laufzeit: min

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