DVD Kritiken
DVD Kritik: Gabel statt Skalpell – Gesünder Leben ohne Fleisch
Von Karsten Kloß 23. Nov 2012, 14:53

Ein großartiger Film über die Vorteile einer rein pflanzlichen Ernährung ...mehr
Uns Menschen geht es allen schlecht. Zu wenig Sport, zu viel vorm Computer oder auf der Couch vor dem Fernseher sitzen und zu viel Fast Food sorgen dafür, dass wir immer fetter und immer anfälliger für Krankheiten werden. Doch nicht nur das ist ein Auslöser für Krankheiten, wie die Dokumentation „Gabel statt Skalpell" deutlich zeigt. Auch der Genuss von zu viel Fleischprodukten kann dazu führen, dass es dem Körper schwerer fällt sich gegen Krankheiten zur Wehr zu setzen. Dieses Phänomen ist aber nicht neu. Schon in den 1970er und 1980er Jahren leitete der Wissenschaftler Prof. Dr. T. Colin Campbell die so genannte China Study, bei der er zusammen mit einem chinesischen Kollegen eine umfassende Feldstudie über den Verzehr tierischer Nahrungsmittel unternommen hat. Herausgekommen ist hierbei, dass ein übermäßiger Genuss von tierischen Nahrungsmitteln, wobei hier auch Milch und Eier mit eingeschlossen sind, das Risiko an Krebs, Diabetes oder Multipler Sklerose zu erkranken steigert. Dieser Film zeigt die Ergebnisse der Studien und bietet alternativen zum Verzehr tierischer Produkte, wobei das schauen des Films den Besuch eines Ernährungsberaters nicht ersetzen soll.

In letzter Zeit tauchen diese Ernährungsdokumentationen auf wie Sand am Meer. Eines ist dabei aber ziemlich auffällig. Viele dieser Dokus kommen aus den USA und kreiden vor allem das generelle Essverhalten der Bevölkerung und die Steuerung und Subventionen der US Regierung an. Untermalt wird das Ganze von kurzen Videoclips, statistische Grafiken und Interviewsequenzen mit Menschen, die durch die Umstellung ihrer Ernährung von ihren Krankheiten geheilt wurden. Auch wird das Leben des Reporters umgekrempelt, der sich von zwei Ernährungsberatern in Sachen Essgewohnheiten beraten lässt, die ihm helfen seine gesamte Ernährung auf frisches und von allem fleischfreies Essen umzustellen.

Wie Winston Chruchill angeblich so schön gesagt hat: „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast". Das trifft auch auf diese Dokumentation zu. Es ist zwar schön zu sehen, welche Auswirkungen Fleischkonsum haben könnte, aber wirkliche hinreichende Beweise gibt es keine. Wenn man generell auf seine Ernährung achtet, anstatt Fast Food zu essen, und auch Sport treibt, anstatt nur auf dem Sofa zu hocken, dann könnte man wahrscheinlich die gleichen Erfolge erzielen. Natürlich denkt man nach der Dokumentation über seine eigenen Essgewohnheiten nach, aber eine wirkliche Veränderung habe ich bei mir jetzt nicht feststellen können. Eine informative Dokumentation, die aber hauptsächlich für den amerikanischen Markt produziert wurde.
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