DVD Kritiken
DVD Kritik: Pusher
Von Karsten Kloß 6. Dez 2012, 00:00

Pusher - das Remake von Nicholas Winding Refns (Drive) legendärem Kult-Film, produziert von Nicholas Winding Refn.Frank (Richard Coyle) ist ein charismatischer Dealer auf der Überholspur des Lebens. Doch der Traum vom wirklich großen Geld ist noch nicht ausgeträumt. Um endlich in einer höheren Liga zu spielen, will er ein, wie er glaubt, todsicheres Ding drehen. Doch das geht richtig schief und so erlebt Frank plötzlich eine schmerzhafte Vollbremsung. Er hat ...mehr
Der Drogendealer Frank (Richard Coyle) lebt mit seinem Kumpel Tony (Bronson Webb) in den Tag hinein. Hier und dort werden mal ein paar kleine Deals abgeschlossen und abends wird dann meistens gefeiert und sich gut am eigenen Stoff bedient. Während einer dieser Partys wird Tony von Marlon (Neil Maskell) angesprochen, der dringend eine große Menge an Kokain benötigt. Da Frank aber nicht so viel Stoff vorrätig hat, geht er zum Drogenkönig Milo (Zlatko Buric) und bittet diesen ihm auszuhelfen. Milo hilft ihm aber nur mit der Auflage, dass Frank das Geld nach der Transaktion sofort bei ihm abzuliefern hat. Natürlich geht alles schief, was nur schiefgehen kann. Die Polizei hat einen geheimen Tipp erhalten und stört die Transaktion von Frank und Marlon. Frank kann fliehen und verstreut dabei die Drogen in einem See. Die Polizei nimmt ihn zwar mit aufs Revier, hat aber nichts gegen ihn in der Hand und muss ihn daher wieder freilassen. Dieses stellt aber keinen Vorteil für Frank dar, denn nun muss er wieder zu Milo und er hat weder das Geld, noch die Drogen um Milo zufriedenzustellen…

In seinem Remake des dänischen Films „Pusher" aus dem Jahre 1996, versetzt Regisseur Luis Pietro die Welt um Frank, Tony und Milo in die Straßen der Millionenhauptstadt London. Die Story ist noch die gleiche wie im dänischen Original, nur bedient sich Pietro an vielen stilistischen Elementen, die noch einen künstlerischen Aspekt in den Film bringen sollen. Dies ist z.B. das schnitttechnisch sehr gelungene Anzünden einer Zigarette, oder aber auch Franks verwischte Darstellung während eines Überfalls. Für die Rolle des Milo konnte Pietro erneut Zlatko Buric verpflichten, der diese Rolle auch schon in den drei dänischen Filmen übernommen hatte. Es wäre auch etwas seltsam gewesen, wenn Milo nicht ständig „Franke" gesagt hätte.

Da ich das dänische Original kenne und finde, dass die Rollen von Frank und Tonny dort durch Kim Bodnia und Mads Mikkelsen sehr gut besetzt waren, war ich sehr gespannt auf dieses Remake. Da ich kaum Erwartungen an den Film hatte und eher auf die Umsetzung gespannt war, wurden meine Erwartungen nicht enttäuscht: Filmtechnisch ist dieses Remake von „Pusher" wirklich sehr gelungen. Die Story ist leider nichts neues, an einigen Stellen vielleicht ein wenig abgewandelt. „Pusher" ist ein abgedrehter Film um einen gescheiterten Drogenhandelt, der auch an einigen Stellen zu unterhalten weiß. Fans und Kenner der Originalfilme sollten aber lieber die Finger von diesem Remake lassen.
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