Musik Kritiken


CD Kritik: Schuld von Molllust

Von Andre Friebel 17. Dez 2012, 06:20

Janika Groß, so heißt die Sängerin von Molllust, die sich im Januar 2010 in Leipzig gegründet hat. Die Sopransängerin, die keine derartige Gesangsausbildung hat, ist ein wenig der Mittelpunkt dieser Band. Erst ein Jahr später im November 2011 war die Band dann komplett. So starteten sie Ende 2011 mit ersten öffentlichen Auftritten, die bis heute regelmäßig sind. Am 16.6.2012 gewannen Molllust dann die „BachSpiele 2012“. Nun seit dem „22.9.2012“ haben sie ihr Debütalbum herausgebracht.

Mit „Schuld“ zeigen Molllust, was sie drauf haben. Gesanglich von Janika Groß und Frank Schumacher ist es ein Ohrenschmaus. Denn das Zusammenspiel der Violinen der Gastspieler Sandrine B. und Thomas Prokein, und Cello Spieler  Richard Kiilisch ist es eine gute Mischung aus Klassik und Metal.

Von der Musik her treffen dann Violine, Klavier und Cello auf Schlagzeug und verzerrte Gitarren und Baßklänge. Dies wird im ersten Song dann auch direkt deutlich, denn „Overtüre“ ist ein guter Einstieg in das gesamte Album. In „Sternenmacht (Song 2)“ wird dann Janika`s stimmliches Können deutlich. Dabei ist der Song im Vergleich zu „Albtraum (Song 3)“ ein langsamer Song. Bei „Albtraum“ ist dann ein Wechsel aus schnellen und langsamen Rhythmen.

Besonders von den Klavierklängen am Anfang gefällt mir „Spiegelsee (Song 5)“, dies beginnt erst schön ruhig und langsam und wird dann im Takt schneller. Es bleibt trotz alledem ein relativ ruhiger Song.

Erst in „Lied zur Nacht (Song 6) steigt dann auch Frank Schumacher gesanglich ein. So entsteht eine Art von Duett in diesem Song. Zwischen Janika`s sehr heller Stimme und der dunklen Stimme von Frank. Was diesen Song sehr speziell macht. Wobei in dem Song gesanglich mehr von Janika Groß zu hören ist. Der Wechsel der Stimmen ist dann bei „Puppentanz (Song 7)“ ausgeglichener. So geht das dann durch die nächsten Lieder weiter.

Das ganze Album hat insgesamt  von „Overtüre (Song 1)“ bis zu „Kartenhaus (Song 11)“ 11 Songs. Die alle durchschnittlich zwischen 2:39 Minuten bis 5:56 Minuten lang sind. Was einen etwas irretiert, daß die Lieder eigentlich schon lang sind und man doch das Gefühl hat, durch das Album von der Zeit zu schweben. Denn es beginnt und man hat das Gefühl, daß das Album ziemlich kurz ist. So stark wird man in den Bann gezogen von dem Album, daß man die Zeit gar nicht mehr realisiert. Vielleicht liegt es daran, daß es nicht das Bekannte an Metal ist, sondern durch das Klassische und die Sopranstimme von Janika und den Baß von Frank im Zusammenspiel mit eher düsteren Texten etwas anderes. Was dieses Album zu etwas Besonderem macht. 

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