Literatur Kritiken


Buch Kritik: Fettnäpfchenführer Japan: Die Axt im Chrysanthemenwald von Kerstin Fels, Andreas Fels

Von Oliver 18. Dez 2012, 18:23

Der Buchrücken macht mit seinem einleitenden Text nicht unbedingt Freude auf eine Japanreise, muss ich sagen. Laut diesem ist es nämlich unmöglich dorthin zu reisen, dort eine gewisse Zeit zu verbringen, ohne sich mehr oder weniger heftig zu blamieren. Wobei, wie es scheint, alles irgendwie ein persönlicher Angriff auf die Person als solches ist, selbst wenn man nur über politische Begebenheiten redet.

Das ist schon irgendwie beängstigend, wenn man den Inhalt des Buches in seiner Gänze nicht kennt. Glücklicherweise bietet das Buch neben Beispielen wie man sich blamieren kann allerdings auch die entsprechend korrekte Verhaltensweise. Glück gehabt.

Jetzt weiß ich unter anderem: Die Essstäbchen nie in den Reis stecken, nur die zur Verfügung gestellten Pantoffeln (die direkt vor der Toilettentür stehen) anziehen und nicht mit den Hausschuhen auf das Klo. Aber auch warum man in einem bestimmten Ort die Affen nicht füttern sollte, wie man sich in Tempelanlagen verhält, warum ein Nicken / eine Verbeugung angebrachter ist als der westliche Handschlag und vieles mehr.

Unglaublich. 50 Fallbeispiele, wie man sich falsch beziehungsweise in der korrigierten Fassung richtig verhalten kann und das alles auf so geringer Seitenzahl. Ich habe ja nun auch schon einiges über Japan gelesen und nicht alles war mir neu, aber das ist mehr Wissen, als ich gedacht habe. Allerdings auch mehr Möglichkeiten tatsächlich ins Fettnäpfchen zu treten. Wo ich wieder am Anfang meines Textes wäre: Glücklicherweise gibt es hier Ratschläge zur Vorbeugung. Grandioses und amüsantes Buch!

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Fettnäpfchenführer Japan: Die Axt im Chrysanthemenwald

Buch Information

Autor: Kerstin Fels
Erscheinungsdatum: 2012-12-18
Verlag: Conbook Medien
Unverbindliche Preisempfehlung: EUR 10,95

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