DVD Kritiken
DVD Kritik: Inspector Barnaby – Volume 16
Von Karsten Kloß 23. Jan 2013, 22:04

Kaum eine Krimireihe hat eine längere Laufzeit als die „Midsomer Murders", oder wie es für den deutschen Markt heißt „Inspector Barnaby". Schon seit dem Jahre 1997kann man den spannenden Fällen von Detective Chief Inspector Tom Barnaby (John Nettles) und seinem jeweiligen Assistenten folgen. Auch für die sechzehnte Box der Inspector Barnaby Reihe wurde erneut auf vergangene Fälle zurückgegriffen. Diesmal handelt es sich um vier spannende Fälle aus den Jahren 2004 / 2005, bei denen Sergeant Dan Scott (John Hopkins) der Gehilfe von Barnaby ist. Folgende Fälle sind in dieser Box enthalten:
Blick in den Schrecken (Second Sight)
Tod im Liebesnest (The Maid in Splendour)
Tief unter der Erde (Hidden Depths)
Haus voller Hass (Ghosts of Christmas Past)
In der ersten Episode in dieser Barnaby Box „Blick in den Schrecken" kommt während einer Schlägerei vor einer Kneipe John Ransom zu Tode. Scheinbar waren die Schläge nicht der Auslöser für seinen Tod, sondern vorherige Misshandlungen, denn an dem jungen Mann sind durch seinen Bruder Max Experimente mit Elektroschocks gemacht worden um wahrsagerische Fähigkeiten nachweisen zu können. Doch wie man es bei Barnaby schon gewöhnt ist, bleibt es nicht bei dem einen Opfer denn schon kurz darauf wird der Vater des jungen Mannes ermordet. Auch hier fällt der Tatverdacht auf Max, der unauffindbar ist.

Bei „Tod im Liebesnest" wird Jamie Cruickshank der junge Kellner des Pubs „The Maid in Splendor" vor einer verlassenen Waldhütte erschossen. Barnaby und Scott können sich keinen Reim darauf machen, warum das Opfer mitten in der Nacht noch zu der Hütte gegangen sein könnte, bis sie die Überreste eines Schäferstündchens finden. Leider bringt sie das keine Schritt weiter, denn jeder der mutmaßlichen Täter hat für den Abend des Mordes ein wasserdichtes Alibi.
Im dritten Film in dieser Box „Tief unter der Erde" stürzt Anwalt Nick Turner von seinem eigenen Dach in den Tod. Ob es sich um einen Mord, oder um einen Selbstmord handelt, kann man nicht sofort einwandfrei feststellen. Daher wird Tom Barnaby mit den Ermittlungen betraut. Durch einen Konkurrenten von Turner werden die beiden darauf hingewiesen, dass Turner scheinbar Geld seiner Kunden veruntreut hat. Als Barnaby und Scott dem noch weiter nachgehen wollen, werden sie in einem Weinkeller eingeschlossen, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt.

In der letzten Episode in dieser DVD Box „Haus voller Hass" trifft sich die Familie Villiers neun Jahre nach dem Tod von Ferdy Villiers im sanierungsbedürftigen Herrenhaus der Familie. Dort versucht nun ein Familienmitglied den übrigen Gästen das Fest zu verderben, da er zuerst versucht Lydia Carter mit Autoabgasen umzubringen und als dieses nicht gelingt, sie einfach die Treppe herunterstößt. Barnaby kommt dieser Fall ganz recht, da er sich so vor seinem Besuch bei den Schwiegereltern drücken kann. Doch kaum haben Barnaby und Scott mit den Ermittlungen angefangen, geschieht auch schon der nächste Mord.
Auch wenn die Episoden in Deutschland nicht in der passenden Reihenfolge erscheinen und man immer zwischen den Assistenten von Barnaby hin und her denken muss, machen die Folgen immer wieder Spaß. Egal von wann sie sind und auch in welcher Reihenfolge sie gezeigt werden. Im Prinzip merkt man nur am fortschreitenden Alter von John Nettles und an der Wahl seiner Partner von wann der Film sein könnte. Mir macht Barnaby immer wieder Spaß und ich freue mich auch schon darauf bald wieder neue Folgen des Inspectors genießen zu können.

Barnaby ist einfach Kult und aus der deutschen Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken. Jedem der sich noch weiter an den Fällen erfreuen und diese vielleicht auch im Originalton schauen möchte, dem kann ich diese DVD Sammlung nur ans Herz legen.
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