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Comic Kritik: Das Grab Alexanders des Großen von Isabelle Dethan und Julien Maffre

Von Karsten Kloß 29. Jan 2013, 03:35

Ägypten im Jahre 1858. In Alexandria liefern sich Grabräuber einen erbitterten Kampf um die Schätze, die in verschütteten Katakomben zu finden sind. Zu diesen Grabräubern zählt auch die Gruppe um die Franzosen Charles und Maxim, die versuchen vor den Engländern die verschollene Grabkammer Alexanders des Großen zu finden. Da die Hinweise immer dichter werden und man schon einen guten Vorstoß gemacht hat, bittet Charles seine Tochter Louise sie zu unterstützen, da sie ein Talent hat ihre Umgebung maßstabsgetreu zu skizzieren. Schon bald stößt die Gruppe auf einen unterirdischen Tempel, in dem eine alte Pergamentrolle liegt. Diese weist den Weg zu Alexanders Grab. Da sie aber nur der erste von drei Teilen ist, liegt das Hauptaugenmerk nun auf den verbleibenden zwei Pergamentstücken. Zwei Mitglieder der Gruppe haben einen Hinweis auf ein zweites Stück erhalten, dem sie auch sofort nachgehen, doch müssen sie dafür mit ihrem Leben bezahlen. Während sich zwischen Louise und dem Halb-Ägypter Lazarus eine Liebesbeziehung anbahnt, wird auf einem anderen Schauplatz die Lage immer gefährlicher. Die Engländer haben einen Söldner engagiert, der sie bei der Suche nach den Pergamentstücken unterstützt. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

„Das Grab Alexanders des Großen" ist ein Abenteuercomic, wie es im Buche steht. Eine klassische Kulisse, zwei Teams, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die gegeneinander in einem Wettstreit antreten und ein Schatz, der Wertvoller gar nicht sein könnte. Denn zwischen all den anderen Schätzen, die sich unter Alexandria noch verbergen, befindet sich dort auch die Grabkammer des größten Feldherren aller Zeiten. Damit dieser Fund nicht auch noch in britischen Museen verschwindet, möchte eine Gruppe von Franzosen diesen Fund im geheimen und vor allem schneller machen als der Widersacher von der britischen Insel, koste es was es wolle. Hierbei schreckt man auch vor dem Einsatz von gefälschten Mumien nicht zurück und ein Mitglied der Gruppe würde sogar über Leichen gehen, um das Ziel zu erreichen.

Mit „Das Grab Alexanders des Großen" veröffentlicht der Ehapa Verlag einen weiteren Band unter dem Banner der „All in One" Collection. Dabei handelt es sich immer um abgeschlossene Geschichten, die in einem Band zu einem verhältnismäßig günstigen Preis angeboten werden. Mit persönlich hat die Geschichte um die Schatzsuche nach Alexanders Grab gefallen, obwohl die Geschichte an einigen Stellen recht schwach war und mich der „Aha" Effekt am Ende nicht wirklich vom Hocker gehauen hat. Die Zeichnungen von Maffre fand ich sehr gut gelungen, vor allem die Entwicklung, die man im Laufe der drei Bände erkennen kann hat mich sehr beeindruckt. Sieht es im ersten Band noch stark nach einem Mangastil aus, ist er im dritten Band sehr weit von diesem Zeichenstil entfernt. „Das Grab Alexanders des Großen" ist ein guter Abenteuercomic, der mit Witz, Spannung und Dramatik eine Geschichte erzählt, die den Leser von der ersten Seite an fesselt, so dass man die Schwachstellen gerne bei Seite schiebt.

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Das Grab Alexanders des Großen

Buch Information

Autor: Isabelle Dethan
Erscheinungsdatum: 2013-01-28
Verlag: Ehapa Comic Collec
Unverbindliche Preisempfehlung: EUR 30,00

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