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Hörspiel Kritik: Gruselkabinett Folge 69: Stimme in der Nacht

Von Karsten Kloß 31. Jan 2013, 22:36

Während einer Flaute liegt ein Segelschiff im Jahre 1850 auf hoher See vor Anker. Während einer Nachtwache im Nebel wird der junge Will plötzlich angesprochen. Vor das Segelschiff ist ein kleines Beiboot gerudert, welches nach Vorräten fragt. Der Mann in dem Ruderboot möchte aber nicht ins Licht geraten, denn sein Aussehen muss so schrecklich sein, dass niemand es ertragen könnte. Damit die beiden Seemänner ihm helfen, erzählt der Mann seine Geschichte, die schrecklicher nicht sein könnte. Er und seine Frau sind die letzten Überlebenden eines Schiffsunglücks. Mit einem selbstgebauten Floß konnten die beiden auf eine verlassene Insel fliehen, die scheinbar ihre Rettung ist. Doch diese Insel hat einen eigenen Schrecken, denn ein schrecklicher Schimmel befällt alles, was in seine Nähe kommt…

„Stimme in der Nacht" ist in der Reihe Gruselkabinett nach „Die Herrenlose" die zweite Geschichte des Autors William Hope Hodgson. Dieser ist vor allem Bekannt für seine Geschichte „Das Haus an der Grenze", aber auch für seine unheimlichen Seegeschichten. Mit dem vorliegenden Hörspiel wird eine Geschichte erzählt, die gruseliger und verstörender gar nicht sein kann. Eigentlich passiert nicht viel, denn zwei Seemänner bekommen von einem Schiffbrüchigen die Geschichte seines Leidens erzählt. Doch diese Geschichte hat es in sich. Nicht nur, dass das arme Ehepaar in einen Schiffsbruch geraten ist, auch die Insel auf der sie sich retten konnten stellt sich als nicht sicher heraus. Immer mehr Zeit vergeht auf der Insel und immer schrecklicher werden die Zustände für die Überlebenden, denen zum Schluss nur noch ein einziger Ausweg bleibt…

Die Gruselkabinett Regisseure Marc Gruppe und Stephan Bosenius haben mit der Folge 69 ihrer Gruselkabinettserie meiner Meinung nach einen Volltreffer gelandet. Die Geschichte passt sehr gut in das düster-romantische Schema der Reihe und braucht sich nicht vor Geschichten der Grusel- und Horrorexperten wie Edgar Allan Poe, oder H.P. Lovecraft zu verstecken. Das interessante an der Geschichte ist, dass die komplette Erzählung nur von vier Personen getragen wird, wobei der Hauptteil nur eine Erzählung des Schiffbrüchigen John ist. „Stimme in der Nacht" ist meiner Meinung nach eine der besten Gruselkabinett Geschichten des letzten Jahres. Sie ist mysteriös, spannend und gruselig und es macht wirklich Spaß diese Geschichte zu hören.

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William Hope Hodgson;Lutz Mackensy;Reinhilt Schneider;Peter Reinhardt: Gruselkabinett, Folge 69 - Stimme in der Nacht

Artikel Information

Künstler: William Hope Hodgson;Lutz Mackensy;Reinhilt Schneider;Peter Reinhardt
Erscheinungsdatum: 2012-10-12
Label: Titania Medien (Tonpool)
Laufzeit: min

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