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Neues Release – Isländer machen sich stark – so etwas wie Jazz!

Von Rainer Molz 1. Feb 2013, 15:59

ADHD steht in der Medizin für Hyperaktivitätsstörung. Der Bandname ist Programm. Vier je nach Laune völlig durchgeknallte oder abgrundtief depressive Isländer haben sich gefunden, weil sie sich finden mussten.

Seit einigen Jahren bauen die Mitstreiter der Formation ADHD gemeinsam an ihrem Klanguniversum. In der legendär kreativen Musikszene Reykjaviks gelten die Brüder Óskar und Ómar Gudjonsson (Saxofon bzw. Gitarre), Davíð Þór Jónsson (Hammondorgel) und Magnús Trygvason Eliassen (Schlagzeug) schon lange als Helden zwischen Jazz und Indierock. Ihr Debutalbum "ADHD" wurde bei den Icelandic Music Awards in mehreren Kategorien ausgezeichnet und ihr 2012 erschienenes Album #2 wurde für den Nordic Music Prize nominiert.

Wie viele Bands aus Island ist auch ADHD stilistisch mit dem herkömmlichen mitteleuropäischen Schubladensystem nicht zu beschreiben. Ihre melodische Musik vereint die dunkle Melancholie nordischer Winter mit der unerwarteten Expressivität der Reykjaviker Avantgarde-Szene. Es ist so etwas wie Jazz, weil instrumental improvisiert wird. Aber mit swingendem Mainstream hat ADHD bestimmt nichts am Bart. Der typisch isländische Weird-Folk-Einfluss ist schon optisch nicht zu leugnen.

Auf ADHD 3 und eben aktuell auf 4 erweitert ADHD auch das Instrumentarium. Neben der Hammond Orgel spielt der geniale Davíð Þór Jónsson auch Flügel und tauscht mit Ómar Gudjonsson die Instrumente. Óskar Gudjonsson spielt neben dem Tenorsaxophon auch Sopran und Baritonsaxophon.

Mehr über die Formation im Internet unter www.heartbeatandsoul.com

Tourdaten 2013: noch u.a. 02.02. Dresden/Neue Tonne und zusammen mit Studnitzky, also ein Doppelkonzert, am 03.02. Hamburg/Mojo Club.

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