Musik Kritiken
CD Kritik: Extrablatt von Coppelius
Von Oliver Lippert 17. Feb 2013, 22:09

Coppelius gingen bisher an mir vorüber. Nun habe ich mit „Extrablatt“ endlich einmal die Gelegenheit, die Band öfter und ein komplettes Album zu hören. Was die Band als „Kammer-Core“ bezeichnet wird schnell klar.
Die instrumentale Struktur ist insgesamt sehr gewöhnungsbedürftig weil weitreichender und komplexer als Charts-Musik. Wäre das Metal, würde ich es im Progressive-Bereich anordnen. Die Musik ist also Kammermusik mit einem Funken „Core“ - kernig eben.
In den ersten Durchläufen war mein Gehör noch auf so unspektakuläre und weniger komplexe Musik ausgerichtet, dass mir das erst einmal wieder ein chaotischer Instrumenthaufen mit Gesang vorgekommen ist. Wenngleich sich das nach und nach verzogen hat.
Unglücklicherweise bleibt „Spieldose“ als Opener weiterhin unspektakulär und im Schatten der anderen Songs. Richtig gut sind Stücke wie „Bitten Danken Petitieren“, „Locked Out“, „I'd Would Change Everything“, „Glaubtet Ihr?“, „Mitten ins Herz“ und „Geschwind“. Erwähnenswert sind natürlich auch noch die beiden Coversongs „Running Free“ von Iron Maiden und „Maria“ (bekannt von Subway To Sally). Beide Stücke sind gut, wobei Iron Maiden irgendwie unspektakulär ausfällt. „Maria“ ist nach wie vor schlicht und einfach dafür aber nicht weniger wundervoll als von Subway To Sally instrumentalisiert und vorgetragen.
Insgesamt ein überraschend gutes und frisches Album.
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