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Jazzopen Stuttgart 2013 – Zum 20. Jubiläum nur das Beste!

Von Rainer Molz 18. Feb 2013, 12:12

Bereits zum 20. Mal treffen sich vom 04. bis 11. Juli 2013 Künstler der internationalen Jazz-, Blues-, Soul- und Pop-Szene in Stuttgart um bei den Jazzopen Stuttgart aufzutreten. Eröffnet wird die Jubiläumsausgabe des Festivals am Donnerstag, 04. Juli auf der Hauptbühne im Ehrenhof des Stuttgarter Neuen Schlosses. Nach vier Spieltagen im „Herzen der Stadt“ öffnet am Sonntag, 07. Juli, die Open-Air Bühne am Mercedes-Benz Museum als weitere Spielstätte ihre Tore. Hier finden bis 10. Juli ebenfalls vier Konzertabende in intimer Atmosphäre vor der futuristischen Kulisse des Automobil-Museums statt. Die Clubbühne im BIX Jazzclub präsentiert über die gesamte Festivaldauer ebenfalls ein bis zwei ausgesuchte Künstler pro Abend.

Neu als vierte Spielstätte ist das Eventcenter „SpardaWelt“ – hier findet am 11. Juli die Verleihung der German Jazz Trophy statt.

Auch in diesem Jahr bringen die Jazzopen wieder außergewöhnliche Projekte auf die Bühnen, welche exklusiv für das Festival entwickelt wurden. Unterstützt werden die Jazzopen Stuttgart 2013 u.a. von den Premium-Partnern Sparda-Bank Baden-Württemberg, Mercedes-Benz Museum und Allianz.

Ein erster Blick hinter die Kulissen lässt die Herzen vieler Musikfreunde höher schlagen. Bis dato bereits bestätigt sind die Künstler Steve Winwood, Bonnie Raitt, Rodger Hodgson mit Band und den Stuttgarter Philharmoniker, Lang Lang, Dee Dee Bridgewater, Stefanie Heinzmann, Chilly Gonzales, Diana Krall, Richard Bona und einige weitere mehr.

Steve Winwood und die „Grande Dame“ der Folk-Musik Bonnie Raitt machen den Abend am Freitag, den 5. Juli 2013, zu einem wahren Highlight für Blues-Rock-Fans. Steve Winwood gehört seit über 40 Jahren zu den wichtigsten Vertretern des Rock’n’Roll. Der britische Sänger und Multi-Instrumentalist wurde bereits mit 15 Jahren als Kopf der „Spencer Davis Group“ bekannt, mit der Hits wie “Keep On Running” “Gimme Some Lovin’” und “I’m A Man” entstanden. Winwood war Mitbegründer der Band „Traffic“, die anfangs durch das Album „Mr. Fantasy“ sehr erfolgreich war und in den 70er weitere Alben veröffentlichte. 1969 entstand u.a. gemeinsam mit Eric Clapton die Band „Blind Faith“, die zwar nur kurze Zeit existierte und nur ein einziges Album herausbrachte, aber von Kritikern zur ersten Rock-Supergruppe gekürt wurde. Im Londoner Hyde Park gaben sie ein legendäres Konzert vor rund 100.000 Menschen und verewigten Songs wie „Can’t Find My Way Home“. 1977 begann Winwood schließlich seine Solo-Karriere und hatte zahlreiche Hits wie “Back In The High Life”, “When You See A Chance”, “Valerie”, oder “Higher Love” – letzterer brachte ihm zwei Grammys ein. Sein aktuelles Solo-Album „About Time“ (2003), verschaffte ihm eine der höchsten Einstiegspositionen in den Charts. Die weitere Zusammenarbeit mit Eric Clapton führte zu Auftritten auf Claptons Crossroads Guitar Festival 2007 und 2008. 40 Jahre nach ihrem ersten Auftritt, gab es drei ausverkaufte Konzertabende im Madison Square Garden– die resultierende CD/DVD dokumentiert die herausragenden Performances der beiden außergewöhnlichen Künstler und wurde für zwei Grammys nominiert. Es folgte eine gemeinsame Tournee. Winwood wurde für sein Wirken mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet – darunter der Ivor Novell Award in der Kategorie „Outstanding Song Collection“, der „Musicians Union Classic Rock Award“, die Ehrendoktorwürde des Berkeley College Of Music und 2012 ein Stern im „Music City Walk of Fame“ in Nashville, TN. Winwood zählt heute zu den wichtigsten und einflussreichsten Musikern populärer Musik.

copyright: Marina Chavez

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Eröffnet wird der Konzertabend von der amerikanischen Blues- und Country-Sängerin und Gitarristin Bonnie Raitt. Die 10-fache Grammy-Gewinnerin (Jahrgang 1949) wuchs als Tochter des Broadway Musical-Stars John Raitt in einer Quäkerfamilie auf. Sie begann ihre Karriere als Gastmusikerin und machte sich v.a. durch ihr virtuoses „Bottleneck“-Spiel einen Namen. Zudem studierte sie Sozialwissenschaften und Afrikanistik und engagiert sich bis heute stark für soziale und politische Projekte, die Farm Aid und Amnesty International. Raitt brachte mehrere Alben heraus, bevor sie 1977 mit dem Album "Sweet Forgiveness" ihren musikalischen Durchbruch hatte. Ihr Karriere verlief in Wellen – und gerade in schwierigen Zeiten war sie eine Kämpfernatur und wurde so für viele jüngere Musikerinnen zum Vorbild für eine eigene und dabei überaus erfolgreiche Wegfindung zwischen Folk, Pop und Bluesrock. Ihr zehntes Album „Nick of Time“ erreichte den ersten Platz der US-Charts, sicherte ihr drei Grammys und verkaufte sich in den USA 5 Mio. Mal, das Nachfolgealbum „Luck of The Draw“ sogar 8 Mio. Mal. Im Jahr 2000 wurde Bonnie Raitt in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, 2010 wurde ihr Lebenswerk durch die Aufnahme in die Blues Hall of Fame der Blues Foundation gewürdigt. Im „Rollling Stone“ wird sie als eine der „Größten Sängerinnen aller Zeiten“ und zugleich als eine der „wichtigsten Gitarristen aller Zeiten“ geführt. 2012 erschien mit „Slipstream“ ihr 19. Album, das zugleich ihr erstes Studioalbum ist, und ihr den 10. Grammy einbrachte.

copyright: Mark Seliger

copyright: Mark Seliger

Nach einem grandiosen Auftritt bei den Jazzopen 2008 auf dem Pariser Platz ist die kanadische Jazz-Pianistin und Sängerin Diana Krall wieder zu Gast in Stuttgart – diesmal sehr exklusiv in der intimen Atmosphäre der Open Air Bühne am Mercedes-Benz Museum. Am Dienstag den 9. Juli präsentiert sich die zweifache Grammy-Gewinnerin in der Kategorie „Bestes Vocal Jazz Album“ nun mit ihrem aktuellen Album „Glad Rag Doll“ in völlig neuem Gewand. Nachdem sie ursprünglich bekannt für Balladen und stilvolle Swingmusik war, klingt Diana Krall nun ein bisschen verrucht, sexy, rauh und humorvoll. Sie interpretiert ungewöhnliche und teilweise vergessene Songs aus den 20er und 30er Jahren und zeigt dabei völlig neue Emotionen.

Jazzopen Stuttgart 2013 – wieder mal ein Highlight im diesjährigen Musiksommer-Kalender.


Weitere Informationen, Ticketbestellung, Anreiseservice und vieles mehr unter www.jazzopen.com

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