DVD Kritiken
DVD Kritik: Aurelio Zen
Von Karsten Kloß 18. Feb 2013, 10:35

Der italienische Privatdetektiv Aurelio Zen (Rufus Sewell) ermittelt in Rom gegen organisierte Verbrecher und korrupte Politiker. Auf die Hilfe der Polizeibehörden kann er sich dabei nicht immer verlassen. Nur Tania, die attraktive Assistentin des Polizeichefs, versucht ihn zu gut zu unterstützen wie möglich, ohne zwischen die Fronten ...mehr
Die italienische Polizei ist voll von Korruption und Intrigen. Nur ein Mann lässt sich nicht von den Machenschaften der Unterwelt beeinflussen. Aurelio Zen (Rufus Sewell) ist als unbestechlich bekannt und versucht alle Fälle für die er verantwortlich ist mit allen ihm möglichen Mitteln zu lösen. Natürlich stößt er bei seinen Ermittlungen nicht immer auf Freunde, denn die Polizei und auch die Politiker versuchen etliche Ermittlungen von Zen zu stoppen. Seine einzige Konstante ist Tania (Caterina Murino) die Sekretärin des Polizeichefs, in die sich Zen Hals über Kopf verliebt.

In insgesamt drei Fällen muss sich Inspektor Aurelio Zen mit unterschiedlichen Mordfällen befassen, bei denen es immer einen Bezug zur italienischen Politik gibt. Da wäre zum einen der Mord an einem Immobilienhai, der angeblich von seinem Partner in brutalster Art und Weise hingerichtet worden ist, oder aber auch der Selbstmord eines Mannes, der in den Tiber springen wollte, sein Ziel aber um mehrere Meter verpasst hat. Die größten Kopfschmerzen bereitet Zen die Entführung eines reichen Industriellen, da es in Italien verboten ist Lösegeld zu bezahlen.

In drei Episoden gelingt es der britischen BBC Serie „Aurelio Zen" das Flair und den Charme Italiens einzufangen. Natürlich ist es an einigen Stellen schon etwas komisch die britischen Schauspieler dort als Italiener zu sehen, man gewöhnt sich aber sehr schnell daran. Die Darsteller sind darüber hinaus sehr überzeugend und Rufus Sewell als Aurelio kann besonders durch seine Art der Darstellung und durch die oft komischen Sprüche bei den Zuschauern punkten.

Die dreiteilige Fernsehfilm Serie „Aurelio Zen" basiert auf den Romanen von Michael Dibdin, der insgesamt elf Romane mit seinem Titelhelden verfasst hatte. Leider wurde die Serie nach dem dritten Teil eingestellt, so dass man nicht mehr in den Genuss der anderen Geschichten kommen kann. Dieses ist auch ein Problem der Serie, denn gerade als man sich auf die Figuren eingestellt hatte und auch kleine Macken und Verhaltensmuster mit ihnen verbinden konnte, wurde die Serie eingestellt. Vom Aufbau der Geschichten ist es zu Beginn erst ein langwieriger Prozess, denn die Handlung plätschert so vor sich hin. Die Figuren werden eingeführt und die Handlung kommt nicht so wirklich in die Gänge. Ab dem zweiten Film ist dieses schon anders und man ist komplett in der Welt von Aurelio Zen gefangen. Schade, dass es nicht weitergeht, denn dieser Serienheld hätte noch einiges an Potential.
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