Literatur Kritiken


Buch Kritik: Das Land hinter den Nebeln von Anna Kendall

Von Karsten Kloß 21. Feb 2013, 20:14

Nach seiner Flucht aus dem Königinnenreich lebt Roger Kilbourne unter dem Namen Peter Forest in einem kleinen Dorf weitab der Zivilisation. Doch auch hier soll man den einhändigen Hexenmeister finden, denn nach einiger Zeit tauchen die wilden Krieger aus dem Süden auf, dessen Anführer Roger mit Hilfe seiner Armee der Untoten getötet hat. Roger, seine Freundin Maggie und Jee, der sich ihnen seit ihrer Zeit in den Totensümpfen angeschlossen hat du seitdem nicht mehr von ihren Seiten weicht. Da Roger seine Lieben aber nicht belasten möchte flieht er auf eigene Faust und versucht den Wilden zu entkommen. Doch schon kurz nach der Flucht wird Roger gefangen genommen und nur ein grauer Hund und sein neuer bester Freund Tom können ihn retten. Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt, bei der Roger und Tom den Kriegern der Wilden immer einen Schritt voraus sind, bis Roger schlussendlich doch gefangen genommen wird. Zu seiner eigenen Überraschung wird er aber nicht sofort hingerichtet, sondern soll Tarrek, den Anführer der Wilden, in der Kunst der Hexerei einweihen. Das einzige Problem dabei ist, dass man darin nicht eingeweiht werden kann, denn entweder man besitzt dieses Können seit Geburt, oder gar nicht…

„Das Land hinter den Nebeln" stellt den zweiten Teil der „Seelen-Trilogie" aus der Feder der US Amerikanischen Autorin Anna Kendall. Der Band ist zeitlich etwa zwei Jahre nach den Ereignissen des ersten Bandes angesiedelt und nimmt in vielen Bereichen noch Bezug auf die zurückliegende Handlung. Während Roger in Ruhe in seiner Wirtschaft lebte, hat sich die Welt um ihn Weitergedreht. Die wilde Armee ist in das Königinnenreich einmarschiert und dessen Anführer fordert die sechsjährige Herrscherin als seine Frau. Auf der Flucht vor den Kriegern der Wilden trifft Roger auf den starken aber einfältigen Tom, der ihn auf seinen Weg in die Totensümpfe und von da aus ins Königinnenreich begleitet. Das Abenteuer beginnt und Roger hat das Versprechen abgegeben nicht mehr den Pfad der Seelen zu betreten, da nur durch ihn seine Verrückte Schwester Einfluss im Reich der Lebenden gewinnen kann.

Es ist bei mir jetzt schon ca. 1 ½ Jahre her, dass ich den ersten Teil der Seelentrilogie gelesen habe. Natürlich hatte ich seitdem wieder einiges von der Handlung vergessen gehabt, was aber nicht bedeutend war, da Roger sich sehr häufig an vergangenes erinnert, was dem Leser auch hilft den letzten Band zu rekapitulieren. Zu Beginn des Buches war ich ganz versessen darauf zu lesen, wie die Geschichte um Roger Kilbourne, der den Pfad der Seelen betreten kann weitergehen würde. Meine Freude verebbte aber recht zügig, da die Handlung nur mäßig vorankommt und auch Roger sich immer häufiger in seinen Selbstzweifeln und in seinen Gedanken verliert. Auch als die Figur des Tom eingeführt wird ändert sich nichts daran, denn nun kann man nur noch deutlicher sehen, wie Roger seine Umwelt betrachtet. Zum Ende hin geschieht dann aber doch eine Wandlung mit Roger und die Geschichte wird zügig vorangetrieben. „Das Land hinter den Nebeln" ist ein angemessener Zwischenband, der aber noch viele Fragen für den letzten Teil der „Seelen-Trilogie" offenlässt.

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Das Land hinter den Nebeln: Roman - [Buch der Seelen 2]

Buch Information

Autor: Anna Kendall
Erscheinungsdatum: 2013-02-21
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Unverbindliche Preisempfehlung: EUR 8,99

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