Musik Kritiken
CD Kritik: Warriors von Disco Ensemble
Von Oliver Lippert 25. Feb 2013, 12:59

Oh, großartig, das neue Album „Warriors“ von Disco Ensemble ist da. Bei mir schon seit einigen Monaten, erscheinen wird es in Deutschland allerdings erst am 1. März 2013. Daher habe ich mir mit dem Schreiben einer Kritik auch Zeit gelassen. Das Album wurde von Jukka Immonen produziert, der auch schon Sunrise Avenue mit Rat und Tat zur Seite stand.
Bleibt vorab festzustellen, dass die Band nicht mit Sunrise Avenue zu vergleichen ist. Sie sind besser. Nicht so handzahm und dennoch ein Knaller. Man sitzt quasi immer zwischen zwei Stühlen und weiß nicht, wo einem der Kopf steht. Man kann sich dem Eindruck nicht verwehren, dass die Band bezüglich ihres Sounds unentschlossen ist. Aber gerade dies finde ich speziell so gut und toll.
In der richtigen Stimmung ist jeder Track hier ein Hit, in den falschen eben nicht jeder. Aber es bleiben ja immer noch die Sounds, die der Ewigkeit trotzen wollen und die so schön im Bauchnabel kribbeln ... ach, nee, im Ohr sitzen. Das geht dann von punkigen Hymnen bis Gitarren-Pop, von Ballade bis chaotisches Elektrogefrickel. Ich mag die Finnen schon seit längerem. Und zwar gerade wegen der inkonsequenten Form ihres Schaffens.
Danke und bitte weiter so. Mögen wir hoffen, dass einige Leute mehr auf die Band aufmerksam werden. Wäre schade drum, wenn nur wenige Leute, die Musik zu schätzen wissen und die Band in den ganzen Casting-Wahn untergeht. Das hat Disco Ensemble nun wirklich nicht verdient.
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