Musik Reportagen


Gary Clark Jr. - 'Blak & Blu' Track by Track Special

Von Oliver Lippert 27. Feb 2013, 06:54

(2012 'Warner Bros.')(67:04/13) 'May be the next Hendrix' - New York Times.

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Der in Austin, Texas, wohnende Musiker Gary Clark Jr. sprach über die Texte seines aktuellen Longplayer "Blak and Blu" und erzählte seine Variante zu den eizelnen Songs.

„Ain`t Messin´ Around“: Dieses Stück habe ich einzig alleine mit der Idee im Kopf geschrieben, dass es keinen Grund gibt, sich mit mir anzulegen! That´s it!

„Blak And Blu“: Die seltsame Schreibweise ist einfach so entstanden. Kein besonderer Grund. Der Song unterscheidet sich ein wenig von dem, was ich sonst getan habe. Für mich haben die Lyrics eine besondere Bedeutung. Das Baby am Ende des Songs ist mein kleiner Neffe Max. Es hat für mich einfach Sinn ergeben, diesen Part hinzuzufügen.

„Bright Lights“: Die Verbindung zwischen meinem Song und Jimmy Reeds „Bright Lights“ ist die gemeinsame Vorstellung von einem Kid, das vom Land zum ersten Mal in die große Stadt kommt und sich ein wenig darin verliert. Bei ihm ging es um seine Lady, bei mir ist es eine sehr persönliche Sache.

„Glitter Ain`t Gold“: Es geht darum, das wirklich Wichtige im Leben im Blick zu behalten. Diesen Song habe ich zusammen mit Ali Temposi UND ANDEREN geschrieben. Ich hatte diesen Groove im Kopf; während ich mit Doyle abhing, machten wir uns Gedanken, was wir mit dem Song anfangen sollten.

„Horns Stating The“: Als ich anfing, Musik zu machen und schließlich meine erste eigene Band gründete, gab es da eine Bläser-Section. Ich habe sie immer sehr vermisst und wollte sie unbedingt zurück bringen! Heute hört es sich aber irgendwie anders an, hat einen anderen Sound.

„Lyric“: Ich würde mich als sehr ambitioniert bezeichnen. Ich habe jede Menge Ziele, Träume und andere Dinge, die ich gerne noch erreichen möchte. Diese Zeile „You gonna know my name“ – ich glaube, es ist sehr schwer zu beschreiben...

„Nextdoor Neighbor Blues“: Die Entscheidung, das Album mit diesem Song zu beenden, war ganz natürlich. Die Platte ist wie eine wilde Reise, die mich an all die Plätze geführt hat, an die ich immer schon wollte. Alles im Leben ist ein Kreislauf, die Dinge kommen immer zurück zu dir. „Nextdoor Neighbor Blues“ stellt die Wurzel, das Fundament dar. Dort fängt alles an. Wie eine Art letzter Gedanke: Vergiss niemals, wo du herkommst!

„Numb“: Ich habe den Song schon vor langer Zeit als abgespeckten Akustik-Blues aufgenommen. Ich wollte das Stück in mein Liveset mit der Band integrieren; es sollte roh und irgendwie heavy klingen. Also habe ich das offene D runtergestimmt. Der Song ist ein irgendwie hypnotischer Groove über das Gefühl, wenn man nichts mehr spürt. Empfindungslos ist. Es ist darin sehr viel Jimi Hendrix zu finden – ich liebe den Klang des Fuzz-Pedals! Ich habe mich zu diesem Sound von einem gemeinsamen Hendrix-Album mit der Band Of Gypsys inspirieren lassen. Diese Heavyness, dieser Groove und diese besondere Intensität haben für mich Dinge geändert.

„Please, Come Home“: Ich schrieb den Song kurz nachdem ich von dem Dreharbeiten zum „Honeydripper“-Movie zurückgekehrt war. Mein Haar war noch voller Pomade; irgendwie hatte ich das Bedürfnis, mich sehr akkurat und sauber anzuziehen. Ich hatte das Gefühl, ich kam irgendwie nicht von dieser Rolle los... Ich habe meine alten Doo-Woop-Alben rausgeholt; diese ganzen R`n B-Gruppen und habe mich irgendwann richtiggehend darin verloren und angefangen, Falsett zu singen...

„The Life“: Das Stück ist teilweise autobiographisch und beinhaltet Dinge, die so aufsauge. Die Leute wären überrascht, woher die Idee zu diesem Stück kam! Es ist definitiv kein gitarren-dominiertes Bluesteil; ich hatte ziemlich viel Spaß beim Komponieren. Die Idee entstand, während ich beim Drum-Programming vor mich hin sang. Ich habe allerlei Instrumente bei mir Zuhause stehen. Synthesizers, DJ-Turntables, Bläser... Ich habe einfach ein wenig herumexperimentiert und geschaut, was dabei rauskommt. Der Song unterscheidet sich komplett von den übrigen Tracks...

„Things Are Changin`“: Für das Album haben wir noch mal die Soloakustik-Version von der EP aufgegriffen und live mit der ganzen Band gespielt.

„Third Stone From The Sun“: Ich habe das Hendrix-Stück auf eine etwas andere Art gespielt, weil ich diesen Song so unendlich liebe. Ich wollte diesen Song schon immer spielen, aber er sollte sich nicht nach einem bloßen Remake, einer bloßen Kopie anhören. Meine Version hat sich in unzähligen Stunden herausgebildet, in denen ich mit verschiedenen Leute in der Szene gejammt habe. Dieses Medley ist einfach so von selbst passiert und es hörte sich cool an. Über die Jahre haben wir es immer wieder gespielt und in die verschiedensten Richtungen entwickelt – diese Version ist schließlich auf dem Album gelandet. Die Leute fragen mich manchmal nach den Gründen, warum wir es aufgenommen haben. Es gibt für mich keinen Grund, es nicht aufzunehmen.

„Travis County“: Irgendwie kam mir dieses Falsett-Hook in den Sinn. Ich habe es Zuhause ins Mikro gesungen und ein wenig damit herum gespielt. Es wurde mit der Zeit immer seltsamer mit Klangeffekten wie Delays und anderem Zeug. Dieser Song ist musikalisch vollkommen von Austin/ Texas inspiriert. Er hat eben diesen typischen Austin-Vibe. Inhaltlich geht’s um meine Erfahrungen, die ich dort als kleiner böser Junge gesammelt habe...

„When My Trains Pulls In“: Habe ich schon vor Urzeiten aufgenommen. Die Liveversion unterscheidet sich ziemlich vom Original, so habe ich den Song noch nie gespielt!

„You Saved Me“: Mit diesem Song wollte ich mich ins All schießen und austesten, wie weit ich gehen könnte, während ich gleichzeitig immer noch stilistisch ich selbst war. Diese Entwicklung habe ich schon eine ganze Weile gespürt. Doch ich wusste nicht wirklich, wie ich sie kanalisieren sollte. Ich saß Zuhause, habe meinen Verstärker aufgedreht und angefangen, dieses Hook zu singen. Plötzlich hatte ich das Fundament zu diesem Song! Ich sprach mit Mike Alexander über diesen Song und dass ich Raumschiffe wollte, und auf Sterne ballern und so weiter. Also haben wir es zusammen in Angriff genommen. Er hat mir geholfen, meinen Traum zu verwirklichen. Als Sänger mache ich während des Songs viele Dinge anders als sonst, aber da ist ja noch diese heavy Gitarre... Die Vocals und die Gitarre ergeben den Groove dieses wundervollen Lovesongs namens „You Saved Me“...

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Gary Jr. Clark: Blak and Blu

(2012 'Warner Bros.')(67:04/13) "May be the next Hendrix" - New York Times. ...more

Artikel Information

Künstler: Gary Jr. Clark
Erscheinungsdatum: 2013-02-22
Label: Warner Bros. Records (Warner)
Laufzeit: min

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