Musik Reportagen


Interview: Bruno Mars

Von Oliver Lippert 27. Feb 2013, 06:57

Bruno Mars spricht über persönliche Dinge und natürlich über sein aktuelles Album "Unorthodox Jukebox". Viel Spaß beim Lesen!

Warum heißt dein Album „Unorthodox Jukebox“?

Bruno Mars: Mein Album heißt „Unorthodox Jukebox“, weil ich, bevor ich eine CD gemacht habe, für große Plattenfirmenbosse gespielt habe. Das war immer das, was sie gesagt haben: Meine Musik sei zu unorthodox. Es war hart für mich, diese bittere Pille zu schlucken. Denn meine Musik spiegelt wider, wer ich als Mensch bin. Ich denke, ich bin orthodox. Warum soll meine Musik so klingen? Ich denke, sie haben zu dieser Lüge gegriffen, weil sie nicht wussten wie sie sie (die Musik) vermarkten sollten. Sie wussten nicht, welche Radiostationen sie spielen sollten. Der Titel „Unorthodox Jukebox“ ist eine Erklärung meiner Freiheit.

Wie hast du dich als Künstler vom ersten zum zweiten Album weiterentwickelt? Wie hat sich der Sound weiterentwickelt?

Mars: Wie ich mich als Künstler entwickelt habe? Am besten kann ich es so beschreiben: Es sind jetzt mehr als zwei Jahre vergangen, da bin ich gewachsen. Ich war zum ersten Mal auf Tournee. Ich weiß, wie es sich anfühlt, diese Songs jeden Abend live zu spielen. Ich habe all diese Energie genommen und sie in dieses Album gesteckt. Alles, was ich in den letzten zwei Jahren gelernt habe und tun wollte, habe ich auf diesem Album gemacht. Hoffentlich wird das bei jedem Album so sein. Man wird das Wachsen hören. Ich will jedes Mal etwas Neues auf den Tisch bringen.

Du hast mit verschiedenen Produzenten gearbeitet. Warum hast du sie ausgesucht?

Mars: Warum ich diese Produzenten für dieses Album ausgesucht habe? Ich bin ein großer Fan des Musikgeschmacks eines jeden einzelnen Produzenten. Und ihrer Art, wie sie sich Musik annähern. Mark Ronson, Jeff Bhasker und mein guter Freund Emile. Sie machen die Musik, die sie machen wollen. Das respektiere ich. Ich will mich mit solchen Menschen umgeben.

Die Leute sagen, Mark Ronson ist sehr stylish, die Leute sagen, Bruno Mars ist sehr stylish. Wer hat mehr Stil?

Mars: Ich habe definitiv mehr Stil als Mark Ronson. Er wünschte, er hätte meinen Geschmack. Hörst du mich, Mark? Hörst du mich? Tut mir leid, da hinten sitzen viele kranke Leute, die husten. Label...

Die Leute lieben deine Hüte. Warum trägst du immer Hüte? Hast du eine große Hutsammlung?

Mars: Ja, ich habe viele Hüte. Mein Haar ist lockig. Jeder, der lockiges Haar hat, versteht, dass es seine eigene Persönlichkeit hat. Darum ist es viel leichter für mich, einen Hut aufzusetzen.

Weißt du, wie viele Hüte du besitzt?

Mars: Wie viele Hüte ich habe? Wahrscheinlich 7... 8546...47. Ich habe heute einen Hut gekauft.

Dieser Hut ist dein Favorit?

Mars: Der ist mein Favorit. Und mein Sambrero.

Bei Hawaii denkt man immer an diese geblümten Hawaiihemden. Du hast dagegen einen sehr guten Stil. Hasst du diese Hemden?

Mars: Diese Aloha-Hemden? Nein, ich liebe diese Hawaiihemden. Sie sind cool. Ich besitzen selber einige.

Aber wer hat deinen Stil inspiriert?

Mars: Wer meinen Stil inspiriert hat? Ich weiß nicht. Wenn ich etwas sehe, was mir gefällt, muss ich es haben.
 
Haben dich die alten Hollywood-Stars inspiriert?

Mars (lacht): Komm rein, David, und schließe die verdammte Tür. Du bist schlimm.

Haben Schauspieler wie Frank Sinatra deinen Stil inspiriert?

Mars: Wer hat meinen Stil inspiriert? Ja, vielleicht das alte Hollywood. Es gefällt mir, wie sie sich damals gekleidet haben.

Worum geht es in der Single „Locked Out Of Heaven“? Was hat das Lied inspiriert?

Mars: In „Locked Out Of Heaven“ geht es darum, dass dir eine Frau etwas gibt, was du nie zuvor gefühlt hast. Das ist die lange Antwort. Willst du die kurze Antwort?

Ja. Warum nicht?

Mars: Es geht um Sex.

Es fällt auf, dass sich die Themen der Songs verändert haben. Sex hast du ja schon erwähnt. Wolltest du etwas kantiger werden?

Mars: Auf dem ersten Album habe ich „Just The Way You Are“ und „Grenade“, Songs, die ich geschrieben habe und die ich liebe. Ich werde sie für immer spielen. Aber jetzt wollte ich neue Songs schreiben, über neue Dinge sprechen. Also habe ich mich ins Abenteuer gestürzt und mit dem Inhalt der Texte experimentiert.

Wie steht es mit „Gorilla“? Einig Leute sind womöglich geschockt, wenn sie das Lied zum ersten Mal hören...

Mars: „Gorilla“ ist das erste Lied, das wir für dieses Album geschrieben haben. Es hat den Maßstab gesetzt und uns daran erinnert, dass es keine Grenzen gibt. Es gibt keine Gesetze. Wir können tun, was immer wir wollen. Darum haben wir uns entschieden, Musik zu machen. Er („Gorilla“) wurde der Maskottchen-Song des Albums. Darum habe ich einen Gorilla aufs Cover genommen. Wenn es Leute schockiert, ist das gut. Alles kann sicher und süß sein. Du solltest etwas fühlen, wenn du Musik hörst.

Bist du gern unberechenbar?

Mars: Bin ich gern unvorhersehbar? Weiß nicht. Ich hoffe, es gibt einfach eine Veränderung. Bei jedem Album, das ich veröffentliche, möchte ich, dass die Fans und das Publikum mit mir wachsen. Und sich mit mir verändern.

Ist dieses Album eher für Erwachsene?

Mars: Dieses Album ist für jeden, der es hören will. Es kommt nicht darauf an, wie alt du bist, woher du kommst. Es ist für Menschen, die es hoffentlich genießen.

Wir hören einige Kraftausdrücke, die sogenannte F-Wörter.

Mars: Fuck.

Genau. Hast du überlegt, ob du solche Begriffe wirklich in deine Songs einbringen solltest?

Mars: Wenn ich Songs schreibe, nehme ich mir manchmal eine Gitarre und improvisiere ganz frei. Manchmal kommt dabei ein Liebeslied raus, manchmal kommt Obszönität raus. Was immer es ist, was rauskommt, ist meine Kunst, mein Ausdruck. Ich will das nicht verändern müssen, weil es vielleicht nicht im Radio gespielt wird oder aus anderen strategischen Gründen. Ich will meine Musik nicht wegen des Geschäfts verwässern. Wenn ich das Wort Rammler sagen will, dann sage ich es auch.

Es gibt auch eine Ballade auf dem Album. Ist sie für die Mädchen?

Mars: Meinst du „When I Was Your Man“?

Ja.

Mars: „When I Was Your Man“ war einfach ein Song, den ich... Ich denke, die reinste Form von Musik ist Klavier und Gesang. Das wollte ich machen. Ich habe es bei meinem letzten Album nie getan. Ich wollte es bei diesem machen. Da gibt es bloß mich und das Klavier und die Wahrheit. Die Wahrheit für dich bei Lied Nummer sechs.

Es gab also wirklich einen Moment in deinem Leben, wo du bereut hast, dass dich ein Mädchen verlassen hat?

Mars: War da ein Moment? Nein, das sind alles Lügen. Fabrizierte Lügen, um Alben zu verkaufen. Ja, es ist die Wahrheit. Ich muss schreiben, was ich fühle. Ich habe das definitiv früher schon mal erfahren und darüber geschrieben.

Sind deine Texte immer autobiografisch, oder denkst du dir auch mal Geschichten aus?

Mars: Kommt drauf an. Manchmal lasse ich meine Fantasie mit mir durchgehen. Aber es muss immer von der Wahrheit kommen, von etwas, das ich kenne.

Du magst Jimi Hendrix sehr. Können wir von dir irgendwann ein richtiges Rockalbum erwarten?

Mars: Vielleicht. Jimi Hendrix ist mein Favorit. Man weiß nie. Kommt drauf an, wo ich stehe und wie ich mich fühle. Werde ich ein Country-Album veröffentlichen? Fange ich an zu rappen? Werde ich anfangen, bei einem Country-Song zu rappen?

Was bewunderst du an Jimi Hendrix?

Mars: Was ich an Jimi Hendrix bewundere? Individualität und Furchtlosigkeit. Er hatte keine Angst. Er hat die Musik gemacht, die er machen wollte. Keiner hat die Gitarre bis heute so wie er gespielt. Ein großartiger Songschreiber. Ich habe seine Stimme geliebt.

Wenn du einen Tag mit Jimi Hendrix verbringen könntest, was würdest du mit ihm machen?

Mars: Was ich machen würde, wenn ich einen Tag mit Jimi Hendrix verbringen könnte? Ich wäre gern mit ihm im Studio und würde gern einfach eine Fliege an der Wand sein und beobachten, wie sie damals Musik gemacht haben.

Hättest du gern eine Zeitmaschine, mit der du in andere Epochen reisen könntest? Um ältere Musiker zu beobachten, die du bewunderst?

Mars: Klar. Wer hätte nicht gern eine Zeitmaschine? Willst du eine Zeitmaschine?

Vielleicht.

Mars: Vielleicht?

Vielleicht hätte ich ein bisschen Angst.

Mars: Ich würde die Zeitmaschine nehmen.

Würdest du gern Elvis treffen?

Mars: Klar.

Mit wem würdest du gern arbeiten?

Mars: Wenn es möglich wäre, würde ich gern mit einigen meiner Idole arbeiten. Aber es ist auch schön, dass sie meine Idole sind. Ich habe meine eigene Vorstellung, was für Menschen sie sind.

Heutzutage haben die Leute gern Gastmusiker auf ihren Alben. Warum hast du diesmal darauf verzichtet?

Mars: Da ist keiner auf meinem Album, weil ich mich im Studio eingeschlossen habe, bis es fertig war. Auf der letzten CD hatte ich einige Features. Das ist ganz natürlich passiert: Ich habe damals mit B.O.B., mit Cee Lo gearbeitet. Sie waren im Studio. Ich sagte: „Hey, Jungs, macht bei meinem Album mit.“ Bei diesem war das eine andere Geschichte. Wie ich gesagt habe: Ich bin nicht rausgegangen, bis alles fertig war.

Welches Lied wird die zweite Single?

Mars: Welches Lied wird die zweite Single? Ich denke, „Young Girls“.

Warum?

Mars: Weil ich möchte, dass es die zweite Single wird. Es ist stark. Ich habe mich gut gefühlt, als ich es geschrieben habe. Ich hatte das Gefühl, einen starken Song über etwas geschrieben zu haben, worüber ich reden will. Ich liebe den Song.

Wer hat ihn produziert?

Mars: Wir haben ihn produziert, The Smeezingtons, und Jeff Bhasker und Emile Haynie.

Lass' uns noch einmal auf die Ballade „When I Was Your Man“ zurückkommen. Wieso schreibst du so ein Trennungslied, obwohl du in einer glücklichen Beziehung bist?

Mars: Ich war schon in Situationen, wo alles nicht so gut lief. In diesem Lied gebe ich zu, dass ich alles in den Sand gesetzt habe. Das gebe ich zu. Es ist definitiv leichter für mich, darüber zu singen, als darüber zu reden. Wer wissen will, worüber ich rede, sollte sich vielleicht den Song anhören.

Auf deinem letzten Album war der Song „Marry You“, mit dem einige Leute ihren Partner Heiratsanträge gemacht haben. Wie hast du das empfunden?

Mars: Ich finde es cool, dass die Leute diesen Song „Marry You“ benutzt haben. Dass er ein Soundtrack für ihr Leben geworden ist. Sie habe ihn benutzt, um ihren Freundinnen einen Heiratsantrag zu machen. Das ist sehr schmeichelhaft. Das ist surreal, weil es bloß ein albernes Lied ist. Wir haben im Studio rumgewitzelt, darüber geredet, betrunken zu werden, zu heiraten – in so einem Vegas-Szenario. Es ist eine gute Zeit. Ich bin froh, dass ich ein Lächeln auf die Gesichter einiger Leute gezaubert habe.

Könntest du dir vorstellen, in Las Vegas zu heiraten? Oder träumst du eher von einer romantischen Hochzeit?

Mars: Ich weiß nicht, was für eine Art von Hochzeit ich möchte. Vielleicht irgendwo oben auf einem Berg.

Wünscht du dir früher oder später eine Familie?

Mars: Ja. Sobald ich ein guter Familienvater sein kann, will ich eine Familie haben. Es ist schwer, über eine Familie nachzudenken, wenn man ständig umher reist. Ich will da sein und sehen, wie meine Kinder aufwachsen.

Hast du nur gearbeitet, seit du dein erstes Album veröffentlicht hast?

Mars: Als ich mein erstes Album veröffentlicht habe, lernte ich ein neues Leben kennen. Ich war im Fernsehen, sang meine Songs im Fernsehen. Ich hatte so was nie zuvor gemacht. Ich musste mich daran gewöhnen. Ursprünglich habe ich ja in Bars gesungen. Oder mit meiner Familie, mit meinen Freunden gejammt. Ich musste mich an eine völlig neue Form der Unterhaltung gewöhnen.

Genießt du diese neue Form des Entertainments oder war es hart für dich, dich daran anzupassen?

Mars: Nein, ich liebe es. Es ist Traum. Bis du ihn nicht erreicht hast, weißt du nicht, wie das funktioniert. Das ist ein Lernprozess.

Was hast du als erstes von dem Geld gekauft, das du mit deinem ersten Album verdient hast?

Mars: Das erste, was ich gekauft habe, war ein Haus für meine Mutter.

Auf Hawaii?

Mars: In Hawaii, ja.

Ist Hawaii noch deine Heimat? Oder fühlst du dich jetzt in Los Angeles zuhause?

Mars: Weißt du, ich lebe jetzt eine Weile in L.A. Aber Hawaii wird immer mein Zuhause sein. Das ist mein ein und alles.

Wie war deine Kindheit? Warst du einer dieser Surferjungs?

Mars: Meine Kindheit? Ich war sehr in Musik involviert. Ich habe Musik gemacht, seit ich vier Jahre alt war. In der Show meines Vaters. All meine Freunde waren da. Als ich älter war, habe ich Basketball gespielt, ich bin gesurft, wobei meine Arbeit stets den Takt vorgegeben hat.

Hat dich dein Vater an die Musik herangeführt?

Mars: Ja, mein Vater und meine Mutter.

Welche Musik hast du zuhause gehört? Hatten deine Eltern eine große Plattensammlung?

Mars: Mein Vater hat sich für den Rock'n'Roll der 1950er interessiert. Und für Doo-Wop-Musik dieser Ära. Auch für Motown und 60er- und 70er-Soul. Solche Sachen habe ich gehört.

Und dann hast du dich entschlossen, Hawaii zu verlassen, um als Musiker Karriere zu machen?

Mars: Als ich Hawaii verlassen habe, war ich 17, 18. Ich wollte der Sache eine Chance geben, es versuchen. Ich wollte eines Tages mein eigenes Album machen. Das war mein Traum. Ich wollte in der Lage sein, die Welt zu sehen, meine Melodien zu singen.

Hattest du jemals einen Plan D, sorry, einen Plan B?

Mars: Plan D? Das Leben läuft schief, wenn du einen Plan D hast.

Hattest du einen Plan B oder hast du daran geglaubt, dass du es als Musiker schaffen wirst?

Mars: Was die Musik angeht: Da gab es nie einen Plan B. Wenn ich nicht auf dem Level arbeiten könnte, dass ich mein eigenes Album machen kann, dann würde ich irgendwo Musik machen. Vielleicht würde ich in einem Restaurant singen. Das ist alles, was ich kann. Dank meiner Eltern. Das ist alles, was ich tun kann.

Was hast du gefühlt, als du zum ersten Mal ein Lied von dir im Radio gehört hast?

Mars: Als ich einen meinen Songs zum ersten Mal im Radio gehört habe? Da bin ich ausgeflippt. Ich fühlte mich wie ein kleines Kind. Es war ein Schock. Du arbeitest so hart und gehst durch alle Höhen und Tiefen, um eine Band, endlich eine Band zu haben. Das war definitiv der Lohn, als ich mich im Radio gehört habe.

Du hast erzählt, dass du deiner Mutter ein Haus gekauft hast. Was hast du für dich gekauft? Ein schickes Auto?

Mars: Was habe ich für mich selbst gekauft? Ein Auto. Ich wollte immer einen Cadillac haben. Und ich habe einen: elektrische Fensterheber, AM-FM-Radio.

Du bist also ein Autofan?

Mars: Ich bin kein großer Autosammler. Mein Vater hatte immer einen Cadillac. Er hatte immer eine Schwäche für Cadillacs. Er sagte: „Sohn, du weißt, dass du groß rausgekommen bist, wenn du in diesen Dingern umherfährst.“ Das hatte ich immer im Hinterkopf. Es war mein Traum, eines Tages einen Cadillac zu haben.

Es war also ein besonderer Moment, als du deinen ersten gekauft hast und rumgefahren bist?

Mars: Oh ja. (???)

Was machst du, wenn du keine Musik machst? Hast du andere Interessen?

Mars: Was mache ich, wenn ich keine Musik mache? (???) Ich will bald in der Arktis sein. Ich trainiere mit meinem Freund Ray. Ich gehe gern ins Kino, wofür ich leider nicht mehr so viel Zeit habe. Das ist nicht sehr aufregend, aber die Wahrheit. Ich sitze gern hinten.

Viele Musiker schauspielern selbst. Würdest du auch gern einen Film drehen?

Mars: Oh nein. Im Moment habe ich nicht vor zu schauspielern. Man weiß nie. Bei mir ist immer alles so natürlich passiert. Wenn die richtige Sache aufkommen würde und ich das machen wollen würde und das Gefühl hätte, das tun zu können, dann würde ich in diese Richtung gehen.

Bist du jemand, der nicht gern Zukunftspläne schmiedet?

Mars: Ich habe meine bestimmten Pläne und Ziele für die Zukunft. Aber im Moment konzentriere ich mich wirklich mit diesem Album auf die Musik.

Wirst du mit deiner neuen CD auf Tournee gehen? Was können wir von deiner neuen Show erwarten?

Mars: Von der neuen Show? Das ist der aufregende Teil. Du arbeitest erst im Studio und trittst dann live auf – das ist der Lohn. Für dieses Album wird es ein Spektakel geben, das wird viel Spaß machen. Es wird eine mächtige Show werden.

Hast du eine enge Beziehung zu deinen Fans?

Mars: Habe ich eine enge Beziehung zu meinen Fans? Absolut. Ich will für sie da sein. Sie haben mich für die längste Zeit unterstützt. Ich verdanke ihnen alles.

Fangen die Mädchen heute an zu kreischen, wenn sie dich sehen?

Mars: Nein. Nie.

Aber sie schreiben dir Liebesbriefe?

Mars: Einige Fans haben mir tatsächlich Briefe geschrieben. Sie heitern mich auf, wenn es mir schlecht geht. Sie sagen großartige Sachen. Sie nutzen auch Social Media und sagen manchmal etwas via Twitter oder Facebook.

Nimmst du gern via Twitter und Facebook direkten Kontakt zu deinen Fans auf?

Mars: Ja. Ich bin in der Lage, jederzeit mit ihnen zu kommunizieren, zu sagen, was immer ich sagen will.

Heutzutage sind die Mädchen verrückt nach dir. Wie war es in der Schule? Warst du derjenige, mit dem alle Mädchen ausgehen wollten?

Mars: Wer war ich in der Highschool? Ich war ein Hooligan, jemand, der Ärger gemacht hat.

Wirklich? Was hast du gemacht?

Mars: Ich habe nicht zugehört, das war alles. Nichts zu Schlimmes. Ich und die Hausaufgaben, wir haben uns nie verstanden.

Du mochtest keine Hausaufgaben?

Mars: Auch nicht das frühe Aufstehen.

Du bist früh aufgestanden, um vor der Schule noch deine Hausaufgaben zu machen?

Mars: Genau.

Hast du als Teenager gern Partys gefeiert?

Mars: Ja, na klar. Das erwartet man doch von einem Teenager. Es hat Spaß gemacht, Partys zu feiern.

Wie ist es heute? Bleibst du lieber zuhause, weil du so viel arbeiten musst?

Mars: Ja, heute liebe ich es, zuhause zu sein. Ich versuche, so viel wie möglich zuhause zu sein. Denn ich bin immer im Studio und gebe ständig Konzerte. Aber sogar zuhause arbeite ich. Ich denke über einen Song nach. Ich habe Ideen.

Bist du ein Workaholic?

Mars: Ja, ich denke, du kannst mich einen Workaholic nennen. Das ist Fluch und Segen: Manchmal kann ich meine Gedanken nicht abschalten, weil du versuchst, einen Song zu beenden. Du hast diese Idee, die du weiterführen willst, und willst sicherstellen, dass du sie einfängst.

Wie ist es, wenn du einen Song schreibst? Kommt die Musik zuerst? Oder die Texte?

Mars: Was inspiriert was? Das ist der unvorhersehbare Teil. Du weißt nie, was einen Song initiiert. Das können Akkorde sein, eine Melodie, eine Phrase, etwas, das du sagst, und was deine Alarmglocken läuten lässt. Du weißt nie, wie es dich anspringt oder an welchem Tag es kommt. Du hoffst, dass du bereit bist, es einzufangen.

Ist das Songschreiben wie eine Therapie?

Mars: Sicher. Du kannst auf jeden Fall sagen, dass das Songschreiben eine Therapie ist. Wie ich gesagt habe: Es ist für mich leichter, über etwas zu singen, als darüber zu sprechen. Aus irgendeinem Grund. Einige meiner Songs waren Bekenntnisse.

Waren die betreffenden Leute überrascht, als sie sie gehört haben?

Mars: Ja.

Hast du den Song „Natalie“ an Natalie geschickt?

Mars: Natalie ist ein gutes Beispiel, um zu erklären, wie eine Idee beginnen kann und deine Fantasie verrückt spielen lässt. Als Songwriter musst du irgendwie ein Geschichtenerzähler sein. Und das ist ein Lied, wo ich meiner Vorstellungskraft freien Lauf gelassen habe.

Schreibst du Songideen in eine Buch, oder arbeitest du eher spontan?

Mars: Ja, das passiert spontan. Manchmal schreibe ich etwas auf, manchmal schnappe ich mir mein Telefon und versuche, etwas aufzunehmen. Ich rufe jemanden ab und singe etwas für ihn. Ich wünschte, ich hätte ein System. Du weißt es nie. Es kann im Flugzeug sein, es kann im Bad sein. Es ist egal, wo dir etwas einfällt.

Welcher Song auf dem neuen Album ist dein Favorit? Warum?

Mars: Mein persönlicher Lieblingssong auf dem Album? Das ist eine schwierige Frage. Denn jeder Song hat mich an einen besonderen Ort gebracht, als ich ihn geschrieben habe. Du als ein besonderes Gefühl im Studio, wenn du so begeistert bist. Ich würde sagen, ein besonderer Song für mich auf diesem Album ist „Moonshine“. Das war eine spaßige Nacht. Ich habe mit den Leuten gearbeitet, mit denen ich immer arbeiten wollte. Ich habe sie irgendwie in einem Raum zusammengebracht. Es hat mich daran erinnert, was ich tun soll: Musik machen und Spaß haben und Begeisterung dafür verspüren, Musik zu machen. Ich habe mit Mark und Jeff und meinen Jungs gearbeitet. Wir waren alle in einem Raum und versuchten, diesen Song zu machen. Das finale Produkt ist „Moonshine“. Das ist eine schöne Erinnerung für mich.

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Bruno Mars: Unorthodox Jukebox

Artikel Information

Künstler: Bruno Mars
Erscheinungsdatum: 2012-12-07
Label: Elektra (Warner)
Laufzeit: min

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