„Coraline“ ist eine britische Dark-Fantasy-Horror-Kindernovelle von Autor Neil Gaiman aus dem Jahr 2002. Gaiman begann 1990 mit dem Schreiben von „Coraline“, das 2002 bei Bloomsbury und HarperCollins erschien. Die Novelle wurde 2003 mit dem Hugo Award für die beste Novelle, dem Nebula Award für die beste Novelle und dem Bram Stoker Award für das beste Werk für junge Leser ausgezeichnet.

2009 wurde die Novelle unter dem gleichen Titel als Stop-Motion-Animationsfilm unter der Regie von Henry Selick adaptiert. Eine Graphic Novel-Adaption von P. Craig Russell, mit einem Lettering von Todd Klein und koloriert von Lovern Kindzierski, wurde 2008 veröffentlicht. Im Jahre 2009 gab es ein Musical, 2018 eine Oper und dieses Jahr wieder ein Musical.
Gelesen habe ich die englische Variante, inhaltlich wird sich das wohl kaum von der deutschen Übersetzung unterscheiden (außer die Sprache, natürlich). Protagonistin ist die junge Coraline Jones, die mit ihren Eltern umgezogen ist. Es sind Ferien und ihr ist schnell langweilig. Weshalb sie gerne auf Erkundungstour geht. Das schließt die nähere Umgebung ebenso ein wie das Haus. Im Haus entdeckt sie irgendwann eine Tür. Geöffnet ist sie jedoch zugemauert.
Das ändert sich als Coraline später nochmal alleine nachsieht. Die Mauer ist weg und die Protagonistin geht hinein. Einige Schritte später findet sie sich wieder in ihrer Wohnung wieder. Dort sieht sie ihre Eltern, doch als diese sich zu ihr umdrehen, haben sie statt Augen nur Knöpfe. Um dort zu bleiben, was die „andere Mutter“ sehr gerne (und mit verschiedenen Mitteln) möchte, muss ich Coraline nur dazu entscheiden, ebenfalls Knöpfe statt ihrer Augen zu bekommen.
In ihrem 2008 erschienenen Buch „Rhetorics of Fantasy“ hat Farah Mendlesohn einige Begrifflichkeiten zur Einordnung vorgeschlagen. Basierend darauf lässt sich „Coraline“ als Hybrid aus „portal fantasy“ und „intrusive fantasy“ einordnen.
Gaiman hat die Kurzgeschichte „Die neue Mutter“ der englischen Schriftstellerin Lucy Clifford als einen von zwei großen Einflüssen auf die Novelle bezeichnet. Zudem argumentiert David Rudd, dass das Werk Sigmund Freuds Konzept des Unheimlichen aufgreift.
Dieser Dark-Fantasy-Horror-Comic hat mich gut fesseln können und spielt mit verschiedenen Ängsten. „Coraline“ jedoch agiert nach dem Motto: Du bist mutig, wenn du Angst hast, es aber dennoch machst. Es ist also nicht nur gruselig, sondern soll vor allem Mut zusprechen bei all den Dingen, die auf einen warten.
Das ist auf jeden Fall gut gelungen.
Autor: Neil Gaiman
Titel: Coraline
VÖ: 2008
Verlag: Bloomsbury / HarperCollins