Nachdem ich mir kürzlich „Tsukuyomi: The Origin“ angehört habe und mich daran erinnerte, dass ich die „Heritage: Absolute Deluxe Edition“ habe, widme ich mich diesem Werk nun ebenfalls. Das Bonusmaterial lasse ich für mich weg, weil ich mir Live-Aufnahmen nur selten anhören mag und mit neuen (Re)Mixen nie etwas anfangen konnte in letzter Zeit.

Meine Begeisterung hielt sich bei „Tsukuyomi: The Origin“ allerdings sehr in Grenzen und konnte sich auch hier nicht erholen. Distant spielen sicherlich coolen Deathcore, nur mir fehlt das gewisse Etwas. Bin so oder so kein großer Fan des Genres und allein Lorna Shore wegen, habe ich mich diesem Stil etwas mehr gewidmet. Allerdings hat die Band um Will Ramos, der hier auf „Heritage“ (den gleichnamigen Song) ebenfalls ein Feature hat, die Standards schon sehr, sehr hoch gesetzt.
„Argent Justice“ bringt die nötige Abwechslung mit gefühlt allen anderen Bands, die es in diesem Genre so gibt. Namentlich wären das die jeweiligen Shouter von Suicide Silence, Emmure, Abbie Falls, Acranius, Angelmaker, Bodysnatcher, Cabal, Carcosa, Crown Magnetar, Paleface, ten56. & Worm Shepherd.
Der Downtempo-Deathcore den man schon kennt, den gibt es auch hier. Es schleppt und zieht sich alles, als Hörer wird man überrollt, steht wieder auf und bevor die nächste langsame Downtempo-Welle kommt, steht man auch schon wieder. Selten gibt es Überraschungen und die Features könnten die Erwartungen zu hoch schrauben. Gedeckt wird das meines Erachtens nämlich nicht so richtig. Auch wenn es okay ist, was ich hier zu hören bekomme, werde ich auch auf diesem älteren Werk der europäischen Deathcore-Band nicht richtig abgeholt.
Artist: Distant
Albumtitel: Heritage: Absolute Deluxe Edition
Label: Century Media
VÖ: 10. Februar 2023