Während eines Ballspiels mit seinem Vater im Park verschwindet der kleine Mikey plötzlich spurlos im Wald. Seine Eltern sind fassungslos und suchen den Jungen über ein Jahr lang, da es nicht sein kann, dass ein Mensch plötzlich spurlos verschwindet. Die Ehe der Rhodes bricht auseinander und Mikeys Vater wird des Mordes an seinem Sohn verdächtigt. Aber auch nach dem längsten und gründlichsten Suchen und Nachforschen bleibt Mikey verschwunden.
Ein Jahr später werden Mikeys Bruder Brennan und sein Volltrunkener Vater zum Polizeirevier gebracht, da es anscheinend eine neue Spur zu geben scheint. Im Verhörraum sitzt ein bärtiger Hüne im Fantasyoutfit, der behauptet Mikey zu sein, der in eine fremde Welt entführt wurde und daher unauffindbar war. Auf dieser Welt vergeht die Zeit schneller als auf der Erde, was erklärt, warum er so stark gealtert ist.
In der Welt, die den Titel Terrenos trägt, war Mikey der größte aller Helden, dem es gelungen ist die Welt vor dem größten Unterdrücker zu befreien. Doch fünf Magiern von Terrenos ist es gelungen auf die Erde zu flüchten um die Tore für die übrigen Kreaturen des ehemaligen Despoten zur Erde zu öffnen. Nur der mächtigste Held von Terrenos kann dies verhindern, doch dazu braucht er die Hilfe seiner Familie. Doch ist dies wirklich der wahre Grund für Mikey zurück zur Erde zu kommen?
Autor Joshua Williamson versteht es, seine Leser an seine Geschichten zu fesseln. Nach den ersten paar Seiten war ich schon an der Geschichte interessiert. Als ich dann aber die Wendung der Geschichte am Ende der ersten US-Ausgabe gelesen hatte, war ich vollkommen in „Birthright“ gefangen und konnte nicht aufhören die Geschichte zu lesen. Schade, dass „Heimkehr“ nur die ersten fünf US-Asugaben beinhaltet und ich mich nun gedulden muss, bis der zweite Band der Serie bei Cross Cult erscheinen wird.
In Szene gesetzt wird Williamsons Geschichte von Andrei Bressan, der zusammen mit Williamson auch die Idee zur Geschichte hatte. Bressans Zeichnungen passen sehr gut zur Geschichte, da sie häufig sehr klar sind, teilweise aber auch verschwimmen und somit das wichtigste des Panels hervorheben. Der Kontrast zwischen der realen Welt und der Fantasy Welt von Terrenos ist ihm sehr gut gelungen und auch die Geschöpfe, die auf Terrenos leben, sind nicht unbedingt die allerneusten Ideen, sind in der Umsetzung aber Genial. Als Beispiel dient hier der Ork Rook. Dieser ist nicht unbedingt eine neue Idee, wird aber durch die Umsetzung zu einer völlig neuen Persönlichkeit. Leider weiß man noch nicht allzu viel über ihn, so dass der Charakter bestimmt noch einige Überraschungen bereithält.
Auch die Figuren der Gideonen lassen noch auf großes Hoffen. Diese Menschen mit Flügeln sind Mikeys treue Begleiter und haben ihn als Kind aus vielen Schlamassel gerettet. Vor allem Rya sticht dabei besonders heraus, wie das Ende des ersten Bandes von „Birthright“ verrät. „Heimkehr“ ist ein sehr schöner Band, der Fantasy mit Realität vermischt.
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