Die Hetäre Neaira, eine prägende Figur des antiken Griechenlands im 4. Jahrhundert v. Chr., ist dank umfangreicher schriftlicher Überlieferungen als herausragendes Beispiel für die oft widrigen Lebensumstände von Frauen in den griechischen Stadtstaaten bekannt. Die historische Neaira, die als Prostituierte agierte, liefert lebendige Einblicke in die sozialen und juristischen Rahmenbedingungen der Antike. Bereits im Februar 2004 war die Band, damals noch unter dem Namen The Ninth Gate, im Docma-Klang-Studio in Osnabrück aktiv, als sie von Metal Blade Records einen Plattenvertrag angeboten bekam. Anschließend änderten sie ihren Namen in Neaera. Heute besticht die deutsche Metalcore-Band durch Texte, die sowohl persönliche als auch sozial- und gesellschaftskritische Themen behandeln.

Mit Sicherheit kann ich sagen, dass ich 2006 das Album „Let the Tempest Come“ gehört habe. Ob allerdings schon das Vorgänger- und Erstlingswerk „The Rising Tide of Oblivion“, das kann ich nicht mit Sicherheit sagen.
Neben dem Titeltrack gab es auch für den Song „Pacifier“ je ein Video. Heißt, es gab schon die Möglichkeiten einen kleinen Einblick in das aktuelle und vielleicht letzte Studioalbum von Neaera zu bekommen. Warum vielleicht das finale Werk, lest ihr am besten hier.
Im Gegensatz zu den früheren Alben klingt der Sound nicht mehr so roh und ungeschliffen, dafür immer noch mit ordentlichen Melodien und einer schon Melo-Death-Walze, die es in sich hat. Es gibt einiges an Mid- und Up-Tempo-Passagen und so ist auch für ordentlich Abwechslung gesorgt. Benny Hilleke schreit sich eindrücklich die Seele aus dem Leib. Textlich geht es hier ernst zur Sache, aber weniger politisch, sondern mehr persönlicher Natur.
Artist: Neaera
Albumtitel: All Is Dust
Label: Metal Blade Records
VÖ: 28. Juni 2024